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Leben Zuhause sein

Unser Familienzimmer {der Wintergarten}

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Wir haben ja schon ein paar Domizile bewohnt, seit der Mann und ich uns das Ja-Wort gegeben haben. Von einer Dachgeschosswohnung in einem alten Fachwerkhaus, in der wir uns die Küche mit einer vorwitzigen Maus teilten. Bis hin zu einer wunderschönen, unsanierten Altbauwohnung, die, von sechs Wochen einmal abgesehen, das erste richtige Zuhause für uns als fünfköpfige Familie war.

Ein Familienzimmer

Eines habe ich mir immer gewünscht, sogar schon, als es nur uns zwei gab. Und zwar ein Familienzimmer. Ein Raum, in dessen Mitte ein riesiger (vorzugsweise alter) Esstisch steht, umringt von einer kunterbunten Vielzahl an Stühlen und Hockern. Mit gemütlichen Sofas, einem großen Teppich zum lesen, zusammen hocken und spielen. Einem Schrank voller Spiele und kreativer Möglichkeiten.

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Ich hab mir einen Platz gewünscht, an dem man erst abends aufräumen muss (oder auch mal ein paar Tage gar nicht, wenn man mitten im Spiel ist), an dem wir alle zusammen und doch auch mal für uns selbst sein können. Im Lieblingsbuch versinken, Musik oder ein Hörspiel hören, miteinander reden oder einfach nur in einem Berg gemütlicher Kissen versinken.

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Unser Wintergarten

Seit wir nun hier in diesem Haus wohnen, haben wir genau solch ein Zimmer. Familienzimmer nennen wir es eigentlich nie, es ist unser Wintergarten. Aber wir tun genau all diese Dinge dort, von denen ich eben erzählt habe. Wir hängen auf dem Sofa ab (das endlich auch besagte Kissenberge vorweisen kann), auf dem Teppich wird gebaut, gespielt, gekitzelt und gelesen und der Esstisch hat von mehrgängigen Menüs bis hin zu Pinsel-Eskalationen im großen Stil schon alles erlebt.

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Renovierungsarbeiten

Genauso lang, wie wir hier wohnen, renovieren wir auch schon. Kennt Ihr diese Reportagen in Wohnzeitschriften, in denen immer so etwas steht wie „drei Jahre lang haben sie in mühevoller Arbeit/in kompletter Eigenregie…“ das Haus/dieWohnung oder das Anwesen renoviert? Das sind wir, nur, falls Ihr das nicht wusstet ;-). Tatsächlich hätte ich auch nicht gedacht, dass es so lang dauern würde. Aber allein rein finanziell hätten wir es nicht schneller auf die Beine stellen können. Aber zwei Aspekte sind eigentlich noch wichtiger. Zum einen wohnen wir gern mit Möbelstücken, die eine Geschichte mitbringen. Die muss man erstmal finden. Oder sie uns, wie man es eben nimmt. Und dann bekommt man eben doch erst im Laufe der Zeit ein Gefühl dafür, was man wie und wo tut, wie man lebt, was man braucht. Was bedeutet, dass wir schon ein paar Mal unsere Möbel hin- und her geräumt haben. Wie gut ist es dann, wenn man Stücke hat, die sich auch in verschiedenen Zimmern gut machen!

Omas Kellerschrank und ein lang gehegter Küchentraum

Nehmen wir beispielsweise mal dieses mintgrüne Schätzchen, ein Küchenbuffet, dem man die Jahre und Schäbigkeit seines Standortes (ein Kellerfund) nicht mehr ansieht. Nachdem es uns in der Küche zwei Jahre gute Dienste geleistet hat, entschloss ich mich vor ungefähr zwei Wochen, dass ich mir in der Küche gern einen langgehegten Traum erfüllen wollte (den zeig ich Euch aber ein anderes Mal, gemein, ich weiß!). Den ehemaligen Küchenschrank schoben wir kurzerhand in den Wintergarten, wo er gemeinsam mit der frisch gestrichenen Ziegelwand und den dunkel gestrichenen Fensterrahmen einfach nur perfekt harmoniert. Die Spindschränke zogen zurück in die Ecke, in der sie anfangs schon mal standen. Und auf einmal kam alles zusammen. Der Moment, in dem alles seinen Platz fand.

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Was fehlt noch?

Jaaaaa, ich bin ehrlich. Das heißt noch lange nicht, dass alles fertig ist. Der Tisch wird irgendwann noch mal ausgetauscht, von diesem Ikea-Stück sind wir wirklich ziemlich enttäuscht. Bis es so weit sein wird (was noch ziemlich lang dauern wird, wenn mir nicht noch eine Alternative zu dem Esstisch von Wegener* einfällt…), werde ich große Tischtücher aus gewaschenem Leinen nähen. Auch die Stühle brauchen noch ein Upgrade. Diese Rillendinger sind ziemlich unbequem und es ist erstaunlich, wie lange wir schon darauf sitzen, haha. Ich träume ja von einer Mischung aus Flohmarkt- und Designer-Stücken. So ein CH24-Stuhl von Hans J. Wegener* würde sich hier ziemlich gut neben einem Plastic Side Chair DSW von Eames* und ein paar einfachen Holzstühlen machen, finde ich. Aber da gilt wohl auch: Geduld haben und gute Gelegenheiten finden (und viel Geld sparen)! Nicht, dass ich darin gut bin, im Geduld haben, meine ich. Aber ich übe ja nun schon eine Weile, also hoffe ich auf langsamen Erfolg.

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Aber zurück zum Familienzimmer.

Als wir vorletztes Wochenende alles um- und eingeräumt hatten, bin ich ein wenig durch die Wohnung getanzt und drei Tage hintereinander mehrmals in den Wintergarten gegangen. Habe mich in die Tür gestellt und war glücklich und dankbar. Dafür, dass wir diesen Raum hier haben können, dass wir den Luxus genießen, so viel Platz für uns (und andere) zu haben. Ihr wisst: ich bin niemand, der jemals behaupten würde, dass man so etwas braucht. Braucht man nicht. Man kann sehr viel kleiner wohnen und trotzdem solch einen Platz haben, einen Familienplatz. Das ist das Wichtigste, egal, wieviele Quadratmeter er hat!

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Ordnung ist das halbe Leben und so

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Thema Aufräumen. Ich wurde über Instagram tatsächlich jetzt schon häufiger gefragt, wie es bei uns denn so ordentlich wäre! Ich geb zu, jede dieser Nachrichten überrascht mich, denn erstens sieht es hier ziemlich oft ziemlich chaotisch aus (jedenfalls nach meiner Meinung) und ich räume auch nicht jedes Mal für eine Instagram Story auf. Aber eigentlich habe ich nur zwei Tipps. Besitzt nur das, was Ihr wirklich braucht und liebt. So platt das klingt, aber es macht das Leben um so vieles leichter und ordentlicher! Im Wintergarten haben wir beispielsweise Bastelsachen, Gesellschaftsspiele und Musikinstrumente. Das wars. Möbel natürlich noch, klar. Auch in den anderen Zimmern kann ich sehr genau benennen, was sich da befindet. Und das, was Ihr habt, verstaut Ihr so einfach wie möglich. Und zwar alles. Ich liebe Körbe und Taschen und werfe nahezu alles da rein. Die kann man leicht in Regale oder Schränke räumen oder auch mal auf dem Boden stehen lassen, fertig. Nicht wirklich Neuigkeiten, oder? Aber die einfachsten Dinge sind ja dann meistens doch die Nützlichsten!

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Erzählt doch mal: habt Ihr Familientreffpunkte? Und wie spielt sich das bei Euch ab?

Ich wünsch Euch einen tollen Tag,

Carolin


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