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Ein Puppentipi nähen

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Mittlerweile schon vor anderthalb Jahren haben wir den Mädchen Mäuse bzw. Hasen von maileg (gibt es zum Beispiel bei pinkmilk) zu Weihnachten geschenkt und damit einhergehend auch eine passende Behausung. Das Mäusehaus und die Anleitung dazu hatte ich Euch schon mal vorgestellt, heute zeige ich Euch, wie man ein Puppentipi nähen kann.

Ein Puppentipi zu nähen ist nicht wirklich schwer und beliebig vergrößerbar (wenn man denn tatsächliche Puppen und keine kleinen Hasen hinein setzen will). Das Tolle ist, dass es zusammen gekappt wirklich wenig Platz wegnimmt und so auch ein prima Spielzeug für die anstehende Ferien- und damit Reisezeit ist.

Alva war damals ziemlich enttäuscht, als sie das Tipi bekam, die Arme. Sie wollte viel lieber ein Haus, während Thea ihres wiederum die meiste Zeit ignorierte. Haha. Mittlerweile gibt es auch noch eine Hasenvilla und die beiden spielen oft auch gemeinsam damit. Und auch das Tipi wird dann aufgebaut, wenn die Hasen und Mäuse zelten fahren. Glück gehabt!

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Ein Puppentipi nähen

Ich habe das Zelt an einem Abend genäht und dafür länger gebraucht, als Ihr es sicherlich tun werdet. Ich mach mir beim Nähen solcher Projekte selten vorher einen Plan und wenn, dann nur einen groben. Sozusagen thinking while sewing ;-). Aber für Euch habe ich eine Schemazeichnung vorbereitet. Diese könnt Ihr einfach beliebig vergrößern oder verkleinen, je nach dem, was Ihr eben wollt. Die eingezeichneten Maße sind Richtwerte.

Es gibt noch ungefähr eine Million andere Varianten, so ein Puppentipi zu nähen. Ich wollte eine schöne, innen saubere Variante und habe deswegen mit einem Futter gearbeitet. Natürlich kann man auch einfach innen Schlaufen annähen und die Stäbe durchschieben, mit Bändern arbeiten oder ein Zelt aus nur vier Seiten fertigen.

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Nähanleitung

Das braucht Ihr

  • Schnittteile, die Ihr Euch nach meiner Schemazeichnung anfertigen könnt
  • Stoff für innen und außen
  • Einen Knopf
  • Band oder Gummi für eine Schlaufe
  • Passendes Garn, Schere, Nähmaschine
  • Rundstäbe aus Holz (gibt es im Baumarkt) – Ihr braucht insgesamt 6 Stück

Und so geht es

Zunächst fertigt Ihr Euch Vorlagen für Eure Schnittteile in der gewünschten Größe an. Schneidet alles insgesamt 2x zu: einmal für innen, einmal für außen. Das ergibt 10 Teile insgesamt für die Zeltwand, 2 Teile für den oberen Eingangsteil und insgesamt 4 Teile für den Zelteingang.

Theoretisch ist der Zelteingang genauso groß wie die einzelnen Zeltwandteile. Damit man die Tür aber gut zumachen kann, solltet Ihr die Maße für den Eingang wie folgt anpassen: den oberen Teil schneidet Ihr ringsherum mit einer Nahtzugabe zu (wie die Zeltwandteile auch). Bei den Eingangsteilen gebt Ihr oben, unten und an den Seiten, die eingenäht werden eine normale Nahtzugabe hinzu, in der Mitte jedoch deutlich mehr, mindestens 4-5 cm!

Versäubert die äußeren Ränder der Zeltwandteile und näht nun, wie auf der Schema-Zeichnung zu sehen, alles zusammen: Schnittteil 1 an 2, 2 an 3 und so weiter. Dasselbe macht Ihr mit dem Innenstoff.

Bügelt die Nahtzugaben der eben gefertigten Nähte auseinander.

Jetzt versäubert Ihr einmal am Stück den oberen und den unteren Rand der entstandenen Zeltwand. Bügelt ihn um die Breite der Nahtzugabe jeweils nach innen um und steppt das Ganze ab. Auch die offenen Seiten bügelt Ihr um die Nahtzugabe um, näht sie aber noch nicht ab.

Nun legt Ihr die Zeltwände links auf links aufeinander. Für ein exaktes Ergebnis bügelt ruhig vorher noch einmal alles glatt. Legt die Nähte genau aufeinander und steckt alles gut fest! Jetzt näht ihr parallel rechts und links zu den Nähten die Zeltwand zusammen, in dem Ihr Tunnel für die Stäbe näht (insgesamt 6 Tunnel).

ACHTUNG: nicht die offenen Seiten zusammen nähen, zwischen die die Tür genäht wird!

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Jetzt nehmt Ihr Euch die Teile für den oberen Eingangsbereich sowie die Teile für die Tür.

Legt die Schnittteile für oben rechts auf rechts aufeinander und näht den oberen und unteren Rand zusammen. Wenden, bügeln und die Nähte von außen absteppen. Die Seiten sind offen.

Für die Tür legt Ihr auch jeweils ein Außen- und ein Innenstück zusammen und näht oben und unten sowie die äußere Seite, die nicht eingenäht wird, zusammen. Wenden, bügeln und ringsherum absteppen.

TIPP: Wenn die Tür geschlossen werden soll, könnt Ihr auf der einen Seite noch eine Schlaufe ein- und auf der anderen Seite einen Knopf annähen!

Nun steckt Ihr die Türteile zwischen die noch offenen Seiten der Zeltwand. Steckt alles gut mit Nadeln fest und näht die Teile ein, indem Ihr die noch offenen Seiten der Zeltwand schließt.

Jetzt näht Ihr einmal komplett den unteren Rand ab, so dass die Tunnel geschlossen sind und die Stäbe nicht herausrutschen können. Beim oberen Rand näht Ihr immer zwischen den Tunneln die Zeltwand zusammen.

Falls Ihr die Türen nach außen aufrollen und befestigen wollt, könnt Ihr auch dort noch eine Schlaufe und einen Knopf annähen.

Jetzt müsst Ihr nur noch die Stäbe auf die gewünschte Länge kürzen und reinschieben – FERTIG!

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Beim Aufstellen verkeile ich die Stäbe einfach oben miteinander, man kann sie sicher auch festbinden.

Damit es im Zelt nicht zu ungemütlich wird, habe ich übrigens noch eine Matte und kleine Kissen dazu genäht und auch schon eine Decke aus Wollresten gehäkelt. Da kann man sich ganz nach Lust und Laune austoben!

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß beim Nachnähen und Euren Kindern beim Bespielen,

Eure Carolin

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