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DIY Familie

Weil jeder eine Familie braucht + DIY Garderobe aus Holzhäuschen

{Dieser Beitrag beinhaltet Werbung für SOS-Kinderdorf}

Dieser Blogpost heute ist ein ganz besonderer, finde ich. Nicht nur, weil ich für Euch eine tolle Anleitung für eine DIY Garderobe aus Holzhäuschen im Gepäck habe (und eine dazu passende Verlosung auf meinem Instagram-Kanal!), sondern vor allem auch, weil heute internationaler Tag der Familie ist. Ein guter Anlass also, einmal darüber zu schreiben, was ich eigentlich unter Familie verstehe und vor allem, warum es bei uns immer noch ein freies Plätzchen gibt!

seedandstory.de | DIY Garderobe aus Holzhäuschen

Zuhause ist da, wo…

Zuhause ist da, wo mein Hut am Haken hängt. Dieser Satz kam mir neulich in den Sinn, als ich mir auf unserem Wochenendetrip nach Nordfriesland einen lang gehegten, kleinen Traum erfüllte. Ich habe mich selbst mit einem wunderschönen Filzhut aus italienischer Wolle beschenkt. Als ich mir vorstellte, wie der Hut da so in Zukunft an unserer Garderobe im Flur hängen würde und auf mich und neue Abenteuer wartet, kam mir dieser Gedanke (der sich auch gut auf einem Plakat machen würde, oder?). Dass Zuhause da ist, wo ich so entspannt bin, dass ich mich niederlasse. Meinen Hut an den Haken hänge und eine Pause von den Abenteuern des Lebens mache.

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Zuhause ist da, wo meine Familie ist. Auch dieser Satz hat definitiv eine hohe Bedeutung für mich. Wir sind schon öfter umgezogen, haben verschiedene Städte bewohnt. Vielleicht habe ich mich nicht überall wohl oder angenommen gefühlt. Aber da, wo meine Familie, mein Mann und meine drei Kinder waren und sind, da war und ist definitiv mein Zuhause. Ganz egal, wie groß oder klein das Haus ist, in dem wir leben, ob wir daheim oder unterwegs sind.

Aber was ist eigentlich, wenn diese beiden Dinge nicht zusammen kommen? Wenn du zwar ein Zuhause, aber keine Familie hast. Geht das überhaupt? Funktioniert das eine ohne das andere? Oder umgekehrt: eine Familie, die aber nicht dein Zuhause sein will oder kann. Als Erwachsene können wir wählen, können Freunde zu unserer Familie machen, wenn Eltern, Geschwister oder andere Verwandte diesen „Job“ nicht erfüllen. Aber als Kind? Was mach ich dann, wenn ich niemanden habe, der für mich sorgt. Wenn meine Eltern nur mit sich selbst beschäftigt sind, Mühe haben, das eigene Leben irgendwie auf die Reihe zu bekommen, und ich als Kind vollkommen unter die Räder gelange?

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Weil jeder eine Familie braucht

Über die Anfrage von SOS-Kinderdorf, ob wir an diesem besonderen Tag nicht zusammen arbeiten wollen, habe ich mich sehr gefreut. Aus ganz persönlichen Gründen. 

Wie Ihr wisst, haben wir drei Kinder. Aber wir haben lange überlegt, ob wir den freien Platz, den wir für ein viertes Kind empfunden haben, nicht für ein Pflegekind einsetzen wollen. Für ein Kind, das in seiner Herkunftsfamilie nicht gewollt, geliebt oder einfach nicht versorgt wurde. Im Zuge dessen hat mein Mann sich intensiv damit beschäftigt, ob er sich als Vollzeitpflegekraft anstellen lässt (so etwas wie ein Kleinstheim). Dabei wären wir für ein Kind zur Familie geworden, die Betreuung wäre jedoch gleichzeitig durch pädagogisch geschultes Personal erfolgt (also durch meinen Mann, er ist ja Pädagoge). Leider sind da die Bestimmungen in Deutschland sehr umständlich und schwer umzusetzen. Und auch das SOS-Kinderdorf war Teil unserer Überlegungen.

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Familien bilden sich heutzutage schon lange nicht mehr aus der klassischen Kleinstfamilie, also Mutter, Vater und leibliche Kinder. Und so schön das ist, dass wir als Familien heutzutage viele Freiheiten haben: es gibt nach wie vor genügend Kinder, die einfach auf der Strecke bleiben. Denn mit der Freiheit ist nicht automatisch das Wissen und Verantwortungsbewusstsein um die Versorgung des Nachwuchses gewachsen. Auch in der Klasse meines Sohnes gibt es Kinder, die tagsüber nicht im eigenen Elternhaus leben können.

Um ein Kind großzuziehen braucht es ein ganzes Dorf. Und gerade dann, wenn es nicht die Eltern sind, die für ihr Kind einstehen können, ist es großartig und von unschätzbarem Wert, wenn sich andere dieser Aufgabe annehmen. Eine liebende, soziale Einheit bilden, in der man behütet und wertgeschätzt wird. Ich habe eine große Achtung vor allen Menschen, die sich genau das zur Aufgabe gemacht haben! Familie ist viel mehr als das, was uns durch Blut und Genetik miteinander verbindet – ohne das klein machen zu wollen! Ich liebe es zu entdecken, was meine Kinder von mir oder meinem Mann oder gar meinen oder den Schwiegereltern geerbt haben. Sommersprossen, die Form der Lippen oder Ohrläppchen. Und trotzdem reicht das nicht aus, ist keine Garantie dafür, dass wir zu offenen, gebildeten, liebenden Erwachsenen werden.

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#WeilJederEineFamilieBraucht ist das Stichwort der Kampagne, die sich SOS-Kinderdorf für diesen heutigen Tag ausgesucht hat und ich möchte es mit sehr vielen Ausrufungszeichen unterstützen. Jeder braucht Halt, Geborgenheit, bedingungslose Liebe. Dinge, die wir, mein Mann und ich, unseren Kindern ganz selbstverständlich geben, von denen wir aber wissen, dass sie viel zu viele nicht bekommen. Richtig toll finde ich übrigens auch, dass SOS-Kinderdorf schon ansetzen möchte, bevor es zu spät ist. So gibt es Hilfsangebote für Familien in Nöten oder schwierigen Situationen: Beratungsstellen und Mütterzentren beispielsweise.

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Mein vierter, vierter Platz ist frei

Nach vielen, vielen Überlegungen ist der vierte Platz frei geblieben. Ganz bewusst, möchte ich aber dazu sagen. Wir haben uns entschieden, dass der freie Platz nicht nur für ein Kind sein soll (egal, ob leiblich oder angenommen), sondern für all diejenigen, denen es gut tut, Familie um sich zu haben. Andere Eltern, die wir ermutigen möchten, andere Kinder, die sich hier wohl fühlen und unbeschwert sein sollen. Wir möchten Rat, Liebe und einen guten, sicheren Ort anbieten, mitten unter uns. Und wenn es nur für zwei Stunden an einem Nachmittag ist. Ich gebe zu, das ist nicht immer leicht, vor allem in der besonderen Konstellation, die wir hier nun mal haben. Und trotzdem empfinden wir das große Privileg, Familie als besondere Aufgabe wahrnehmen zu können.

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Nun habt Ihr Euch sicher gefragt, was es mit diesen Häuschen auf den Bildern auf sich hat! Im Rahmen der #WeilJederEineFamilieBraucht-Kampagne hat sich SOS-Kinderdorf eine tolle, kreative Aktion ausgedacht: jeder der Blogger/Influencer, die sie angeschrieben haben, bekam ein Set mit diesen Holzhäuschen zum Gestalten. Bei uns sind drei Garderobenhaken daraus entstanden, perfekt für die Rucksäcke, Jacken oder auch Hüte der Kinder. Denn Ihr wisst ja: Zuhause ist da, wo mein Hut hängt ;-).

Ich habe für Euch fleißig mitfotografiert.

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Hier kommt also die Anleitung für eine

DIY Garderobe aus Holzhäuschen und Kupferdraht

Material

  • Holzhaus
  • Forstner-Bohrer und Akkubohrmaschine
  • Kupferdraht
  • Aufhänge-Ösen mit passenden Schrauben
  • Holzbeitel
  • Sekunden- oder Zwei-Komponenten-Kleber
  • evtl. Lackstifte oder Farbe zum Verzieren

{Übrigens: vom 15.-22.05. 2018 könnt Ihr bei Instagram (und nur dort!) ein Set bestehend aus einem Holzhaus und edding-Markern gewinnen! Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr vorbei schaut und dort teilnehmt!}

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So geht’s

  • Wenn Ihr Eure Häuschen noch verzieren oder anstreichen wollt, könnt Ihr das zunächst tun. Ich habe mir eine Tür-Schablone aus Papier gemacht und mit einem Bronze-Lackstift aufgezeichnet. Auch die Häuschen in verschiedenen, zueinander passenden Farben oder mit Streifen anzumalen – wie die Badehäuschen am Strand – finde ich eine schöne Idee!
  • Zunächst biegt Ihr euch den Kupferdraht zurecht: einmal zur Schlaufe und dann zum Haken. Dafür  benutzt Ihr am Besten eine Schablone (wie hier das Stück Rundholz – es geht beispielsweise auch ein runder Holzbaustein o.ä.), damit die Biegung auch wirklich schön gleichmäßig wird!
  • Für die Aufhängung auf der Rückseite bohrt Ihr zunächst ein Loch mit einem passenden Forstnerbohrer (so groß wie die Fläche der Öse). Da die Ösen allerdings nicht rund sind (jedenfalls die, die wir benutzt haben), kann man mit einem Holzbeitel nun die Öffnung noch vergrößern. Jetzt wird die Öse eingelassen und festgeschraubt.

TIPP: wem das zu umständlich oder kompliziert ist, kann die Aufhängung auch einfach oben hinter die Dachspitze schrauben, sie kuckt dann leicht heraus und man hängt das Ganze dann dort an einen Haken.

  • Nun markiert Ihr euch unten mit Bleistift die Position der Bohrlöcher, in die der gebogene Draht gesteckt wird. Bohren. Jetzt ein wenig Kleber in das Loch füllen und den Draht reinstecken.

ACHTUNG: Sekundenkleber ist wirklich schnell (sagt der Name ja schon), nach unserer Erfahrung fast ein wenig zu schnell. Deswegen ist Zwei-Komponentenkleber evtl. die bessere Alternative, er braucht nur etwas Zeit zum Aushärten!

Jetzt braucht Ihr bloß noch Dübel und Schraube in der Wand befestigen und könnt Euer Häuschen aufhängen.

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FERTIG! Ist doch richtig schön, oder? Und in 1-2 freien Stunden gut umzusetzen!

Mich würde jetzt total interessieren, was Ihr über dieses Thema denkt. Was ist für Euch Familie? Habt Ihr vielleicht jemanden aufgenommen bei Euch oder habt selbst Zuflucht in einer anderen als Eurer Herkunftsfamilie gefunden?

Zu guter Letzt: wenn Ihr noch mehr über die Arbeit von SOS-Kinderdorf wissen wollt, dann könnt Ihr Euch auf diesen Internetseiten weiter informieren:

über SOS-Kinderdorf e.V.

Leben in einer Kinderdorf-Familie

Ratgeber für Familien in schwierigen Situationen

Und auch auf den gängigen Social Media-Kanälen könnt Ihr vorbei schauen:

Facebook

Instagram

Beim Schreiben des Textes kam mir die Idee, dass auch ein Netzwerk wie unseres, bestehend aus Bloggern und Bloglesern eine Familie bilden kann: mit Ratschlägen, Ermutigung und gegenseitiger Unterstützung – für uns, aber eben auch Träger wie SOS-Kinderdorf.

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Ich wünsch Euch einen wunderbaren Tag, wir sind heute unterwegs und verabschieden uns von einem Familienmitglied, welches Anfang letzter Woche in Frieden von uns gehen durfte.

Eure Carolin

P.S.: So, und weil Ihr bestimmt so vergesslich seid wie ich 😉 auch nochmal hier am Ende die Erinnerung, auf meiner Instagram-Seite vorbei zu schauen und am Gewinnspiel teilzunehmen!

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1 Kommentar

  • Reply
    Stephie
    15. Mai 2018 at 9:53

    Liebe Caro, das ist wirklich ein toller Gedanke der hinter dem vierten freien Platz steckt! Und die Garderobe würde ich direkt nehmen, klasse geworden!
    Allerdings wurde ich stutzig, als du berichtet hast, dass die Bestimmungen für Pflegefamilien etc. so hoch und bürokratisch seien. Zumindest bei uns ist dem nicht so und es gibt ja auch noch die Möglichkeit eine Erziehungsstelle zu eröffnen und Pflegekinder zu nehmen. Ich arbeite in dem Bereich. Aber vielleicht ist das auch wieder so ne Sache die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich gehandhabt wird… Vielleicht findet ihr ja doch noch einen Weg! Wäre euch zu wünschen!
    Liebe Grüße, Stephie

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