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Capsule wardrobe für meine Kinder | Ideen für Frühling und Sommer zum kaufen und selber nähen + Resümee

Letztes Jahr im Herbst hatte ich Euch hier auf meinem Blog meine Idee einer capsule wardrobe für meine Kinder vorgestellt. Inklusive Liste zum Abhaken und erster Ideen zur Umsetzung. Nun steuern wir straff auf die wärmeren Jahreszeiten zu. Zeit also für die Frühlings- bzw. Sommerversion, neue Ideen und eine Rückschau auf die letzten Monate.

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Resümee capsule wardrobe für meine Kinder

Bereits nach wenigen Wochen konnte ich ganz klar sagen: ich wünschte, ich hätte die Idee einer capsule wardrobe für meine Kinder schon viel, viel früher umgesetzt. Es ist nicht nur für mich eine Erleichterung, wenn genügend Kleidung im Schrank hängt (zur Erinnerung: unser Problem waren nicht überquellende, sondern gähnend leere Kleiderschränke). Es minimiert das allgemeine Stresslevel um so viele Parameter!

Durch das Drei-Farben-System war in der Regel alles irgendwie miteinander tragbar. So konnten die Mädchen viel selbständiger etwas aus dem Schrank aussuchen. Da ich durch die Liste dafür Sorge getragen hatte, dass auch wirklich an alles gedacht war, gab es keine unschönen Überraschungen (wie die letzten Jahre; Ihr wisst schon, nach dem Motto: oh, wir habe Schnee im Winter – was für eine Überraschung…). Ein weiterer Vorteil: meine Töchter konnten viel konkreter artikulieren, was ihnen warum gefällt und warum sie ein Kleidungsstück gern tragen. Und auch auf unsere Wäscheberge hat sich das seltsamerweise positiv ausgewirkt. Vielleicht ebenfalls wegen des Farbsystems?

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Es liegt also nahe, mit den anstehenden wärmeren Jahreszeiten genauso zu verfahren. Trotzdem gibt es Erfahrungen und Änderungen, die ich mit in die neue Saison nehme.

Ich habe wieder Lust aufs selber nähen

Ein großer Punkt unseres Stresslevels in Bezug auf Kinderkleidung war ja, dass ich über Jahre selbst genäht habe, ohne viel Mitspracherecht bei den Stoffen zu haben (weil es mein Job war, diese für andere zu vernähen). Das Ergebnis waren Berge von Kleidungsstücken, die hier keiner mochte, mangels Alternativen aber angezogen werden mussten. Das führte außerdem zu einer echten Unlust meinerseits, auch das habt Ihr ja mitbekommen.

Seit Anfang des Jahres merk ich, wie die Näh-Lust in großen Sprüngen zurück kommt. Mit meinen Mädchen zusammen habe ich ein paar wunderschöne Schnittmuster für Kleider entdeckt, die sie wirklich schön finden – und ich auch ;-). Nun suche ich noch nach den richtigen Materialien und hoffe, baldmöglichst loslegen zu können. Auch hier werde ich mich mit den Stoffen am oben genannten Drei-Farb-System orientieren und eher auf Uni, Streifen und kleine Muster setzen. Die Jersey-Kleider, die ich meinen Mädchen aus bunten Musterstoffen genäht hatte, sind nämlich nach nur einmal tragen zu Nachthemden geworden…

Wie immer ist hier pinterest mein großer Freund. Und neben all den Inspirationen für die Frühlings- und Sommergarderobe sammle ich dort auch in einem Unterordner besagte Schnittmuster (zumindest für die Mädchen).

Wünsche berücksichtigen

Während ich beim letzten Mal noch recht vehement in der Beschaffung der Kleidungsstücke war (sonst hätte ich die Änderungen einfach nicht durchziehen können), will ich diesmal mit den Kindern viel stärker gemeinsame Sache machen. Das klingt jetzt vielleicht seltsam und Ihr denkt: häh, ist das nicht normal? Ja, ist es. Und ich hatte ja schon im letzten Post etwas übers Thema „Mein Kind zieht das aber nicht an“ geschrieben! Trotzdem gibt es ein Aber.

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Als ich die ersten beiden Posts zu diesem Thema veröffentlicht hatte, bekam ich viele Nachrichten, dass nämlich gerade dort oft das Problem liegt. Kinder haben natürlich ihren ganz eigenen Geschmack, ohne Frage. Und diesen ernst zu nehmen und zu berücksichtigen, versteht sich für mich auch von selbst. Aber als Eltern haben wir die Übersicht: über Wert, Notwendigkeit, den Geldbeutel – nicht unsere Kinder! Was bedeutet, dass es nur folgerichtig ist, wenn wir am Ende die Entscheidung treffen.

Ich bin davon überzeugt, dass unsere Kinder an dieser Stelle einige wichtige Lektionen lernen können, die sie später, wenn sie viel selbständiger oder ganz eigenständig entscheiden, gut gebrauchen können. Denn sich selbst und seinen Geschmack, sowie seinen Körper genau zu kennen, das Budget im Auge zu behalten und tatsächlich auch die Dinge zu kaufen, die man wirklich anzieht – das alles führt schließlich dazu, dass man nicht jedes Vierteljahr seinen Kleiderschrank „ausmisten“ muss!

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Dreifarbsystem und Muster

Ich möchte noch einmal auf die Sache mit den Farben zurück kommen. Was für meine mittlere Tochter wunderbar funktioniert hat, war für meine Jüngste eher schwierig. Als wir uns neulich beim ins Bett bringen darüber unterhielten, was sie gern mag, meinte sie zu mir: „Mama, ich möchte Kleider wie der Regenbogen.“ Dabei habe ich wieder einmal gemerkt, das Systeme für den Menschen da sind und nicht umgekehrt. Heißt: die Idee mit den drei Farben hat für viel Ordnung gesorgt! Aber es geht nicht darum, sie sklavisch umzusetzen. Gerade bei Thea merke ich das sehr deutlich. Sie ist tatsächlich ein Kind für Regenbogenfarben und Eistütenpastellkleider*.

Sie wachsen und wachsen und wachsen

Eine Herausforderung und wahrlich keine neue Erkenntnis. Ehrlich, auch nach zehn Jahren überrascht es mich immer noch, wenn unsere Kinder scheinbar über Nacht ihren Kleidern entwachsen sind und die Hosen gerade mal noch Hochwasserniveau aufweisen. Ich geb es ehrlich zu: mit dem System der capsule wardrobe hatte ich eigentlich gehofft, dem worst case – gleichzeitig bei allen drei Kindern die komplette Garderobe wechseln zu müssen – entgegen treten zu können. Stück für Stück, immer mal wieder eine neue Hose oder ein neues Kleid – das war ja der Plan.

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Die Realität sieht leider anders aus. Klar, ganz so extrem ist es nicht. Aber vor allem Thea ist so viel gewachsen, dass ich eigentlich schon während der laufenden Saison die Kleidung hätte austauschen müssen. Was ich aus finanziellen Gründen aber nicht getan habe. Mit dem Ergebnis, dass am Ende noch weniger passt und noch mehr ausgewechselt werden muss. Zumindest bedeutet das, dass die Flohmarktkiste bis über ihre Grenzen gefüllt ist und ich noch im April wieder einen virtuellen Flohmarkt veranstalten möchte.

Auf alle Fälle ist hier definitiv noch Verbesserungsbedarf meinerseits… am Wachstum der Kinder kann ich ja nix ändern ;-). Dieses „Aufstauen“ führt übrigens in der Regel dazu, dass ich völlig aus dem Konzept komme und das Gefühl habe, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Weswegen ich also meine eigenen Ratschläge beherzige:

  • Liste ausdrucken
  • Lieblingsteile/-farben/-shops festlegen
  • alles durchgehen, was da ist (und ggf. aussortieren)
  • alles (!!!) aufschreiben, was gebraucht wird
  • beides miteinander abgleichen
  • ein Kernoutfit festlegen, um welches ich anschließen nach und nach die ganze Garderobe aufbaue (5 Leggings und kein Oberteil macht maximal auf einer Liste Sinn, aber natürlich nicht in der Realität!)
  • Zu guter Letzt: die Hoffnung nicht aufgeben, dass mein Plan doch noch aufgeht 😉

Wie sieht es denn bei Euch aus? Habt Ihr’s schon ausprobiert? Habt Ihr konkrete Fragen, bei denen ich Euch weiterhelfen kann (ohne, dass ich ein Experte wäre)? Ich bin wie immer gespannt darauf, was Ihr erzählt!

Eure Carolin

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Die Outfits der Kinder haben wir alle auf unserem Ausflug nach Groningen geshoppt und ich liebe diese schlichten bequemen Teile. Die Kleider und Kniestrümpfe sind von Gray Label (zum Beispiel erhältlich bei Smallable*). Das T-Shirt von Jona ist von little label, die Schuhe von Tom’s.

*affiliate-Links: die Produkte aus der Übersicht (im Text mit einem * gekennzeichnet) sind Teil eines sogenannten Affiliate-Programmes. Wenn Ihr darüber in den verlinkten Shops kauft, unterstützt Ihr meine Arbeit mit einem kleinen Beitrag, der Euch keinen Cent extra kostet.

Das passt dazu...

18 Kommentare

  • Reply
    Julie
    5. April 2018 at 10:22

    Hallo Carolin, das Thema finde ich super interessant und würde es gerne auch bei meinen Mädchen umsetzen. Wir haben eher zuviel Klamotten im Schrank und finden trotzdem nie das passende 😉 Meine Große kommt auch immer und frägt: passt das zusammen? Eine Reduzierung auf das Wesentlich wäre also super. Jetzt habe ich aber noch eine Frage: wie sieht ein kernoutfit deiner Mädchen aus? Ich tue mich etwas schwer damit. Liebe Grüße und vielen Dank für deine Tips und Inspirationen.

    • Reply
      Carolin Schubert
      5. April 2018 at 10:58

      Ich kann Dich nur ermutigen, es zu versuchen und anzugehen! Ich denke, für den Frühling werden das bei meinen Mädchen die Kleider von den Fotos sein. Darunter passen Leggings, Kniestrümpfe, Strumpfhosen, Jeans, lange Shirts und Blusen. Und natürlich kann man sowohl das Kleid also auch wiederum die Blusen/Shirts mit Jeans wieder so tragen. Und dann orientiere ich mich an den Farben. Heißt: weitere Kleider kann ich zwar nicht mit diesem Kleid kombinieren, aber sie passen ins Farbschema, damit wiederum die Strümpfe/Leggings etc. dazu passen. Ich hoffe, Dir hilft das weiter?

  • Reply
    Julia
    5. April 2018 at 14:32

    Hallo Carolin,
    Ich nähe auch schon seit einigen Jahren die Kleider meiner Kinder selbst. Die bunten Jerseys haben mich noch nie wirklich gefesselt, also habe ich bald angefangen, mir jedes Jahr Kernfarben für die ganze Familie auszusuchen, die ich dann ballenweise gekauft habe. So gab es dann aus den Hauptfarben der Kinder noch Schlafanzüge für die Eltern oder auch mal einen Pulli im Partnerlook. Ich finde das Prinzip der capsule Wardrobe für die ganze Familie super. Bei uns geht das bis zu den Socken, da hat jeder seine Farbe. Das erleichtert auch das Sortieren, da mein Sohn mittlerweile die gleiche Größe hat wie ich. Bunte Stoffe mögen meine Kinder auch nicht so gern, nur der große mag ab und zu T-Shirts mit coolen Aufdrucken, aber das kann die Capsule verschmerzen. Dieses Jahr werde ich aus Zeitgründen einiges kaufen müssen und da finde ich deine Tipps immer sehr hilfreich. Kannst du noch mal kurz zusammen fassen, welche Label du shoppst?
    Liebe Grüße
    Jule

    • Reply
      Carolin Schubert
      5. April 2018 at 14:57

      Liebe Jule, das klingt super spannend, was Du erzählst! Bei mir habe ich damit auch angefangen (schon vor den Kindern), aber meistens zugunsten der Kinderkleidung zurück gesteckt. Die Idee, Stoffe gleich Ballen weise zu kaufen, ist wirklich schlau!

      Also, wenn Du in den letzten Post gehst, habe ich ein paar Sachen verlinkt. Da meine Kinder aber gerade für faire Marken oft schon zu groß sind (die gehen nicht selten nur bis 122/128), muss ich jetzt auch neu schauen. Little Label (Jonas Shirt ist von dort) habe ich jetzt neu in Holland entdeckt und finde es richtig toll – sehr basic, bequem und fröhlich! Boden ist bei uns immer sehr beliebt, die Sachen passen Jona und Thea sehr gut (vom Schnitt) – nicht gerade günstig, aber langlebig, so dass sie gut weiter verkauft werden können. Klar, wir haben auch ein paar Teile von H&M, aber wirklich nicht viel. Smallable finde ich ja einen mega schönen Shop, da hapert es bei mir momentan einfach am Geld. Aber das ist genau unser Geschmack! Ich hab aber auch schon gute Sachen bei Zalando oder About you gefunden, da muss man dann einfach nur ein bisschen suchen…

  • Reply
    Sabine Haag
    5. April 2018 at 15:29

    Hallo meine Liebe,
    als du den Artikel angekündigt hast, war ich schon total gespannt, aber er ist wirklich toll geworden! Bei uns funktioniert es mit einem Teenager nicht mehr – sie muss sich jetzt so richtig ausleben 🙂
    Liebe Grüße von Sabine

    • Reply
      Carolin Schubert
      5. April 2018 at 16:22

      Ganz lieben Dank! Es tut mir voll leid, dass es so lang gedauert hat, bis er endlich online gegangen ist… Ja, mit Teenagern ist das Leben sicher nochmal anders!

  • Reply
    Olga
    5. April 2018 at 20:38

    Hallo Carolin,danke für diesen Post! Mich würde interessieren,welche Kernfarben ihr gewählt habt. Ich muss auch drei Kids anziehen ( eine 11-jährige und Zwillinge , Junge und Mädchen ,16 Monate )
    Bei den Zwillingen habe ich die drei neutrale Grundfarben gewählt : dunkelblau,grau und weiß (obwohl weiß weniger wird-> zu schnell dreckig) und für Greta gibt’s altrosa und für Ben mint/türkis als eyecatcher-Farbe. Manchmal mischt sich noch rot oder senf rein,so ganz konsequent bin ich da nicht immer. Aber die Farbpalette macht es mir auf Kleiderflohmärkten leicht, nach der richtigen Farbe/Größe gucken und entscheiden,ob wir noch eine dritte Kurze Hose brauchen oder lieber nicht.Der Rest der Familie hat ähnliche Farben im Schrank- >Wäsche.
    Deine Liste Druck ich mir noch aus, bevor die nächsten Basare losgehen…

    • Reply
      Carolin
      6. April 2018 at 10:21

      Liebe Olga, das klingt doch schon ziemlich organisiert, wie Du das angehst! Es geht ja auch nicht drum, ganz starr am Schema festzuhalten. Was mir immer hilft: einmal alle Klamotten aus dem Schrank nehmen (möglichst dann, wenn wenig Teile in der Schmutzwäsche sind) und alles hinlegen. Was kann man zusammen anziehen, was passt überhaupt nicht rein und ist mit nichts kombinierbar? Dann sieht man in der Regel eh schon ein Schema.
      Für Alva (meine Mittlere) ist es im wesentlich blau, gelb (Richtung senf) und gewisse Rosatöne. Die passen alle untereinander gut, sind auch mit den Nicht-Farben schwarz, weiß und grau kombinierbar und manchmal sogar noch mit einem verwandten Ton. Ich geh hier auch einfach von der Farbpalette aus: Komplementärfarben, Nachbarfarben etc. Thea mag alles, was pink und rosa ist, dazu kommen gelb, mint, blau – alles eher im fröhlich-pastelligen Bereich. Letzte Saison haben wir grün probiert, das war nicht so ihr Fall… Bei Jona gibt es noch kein so strenges Schema, aber mein Sohn zieht auch ausschließlich Hosen, Shirts und Pullis an (keine Hemden etc.) – da ist das ziemlich leicht!

      Ich hoffe, ich konnte Dir schon ein wenig helfen?

  • Reply
    Carmen
    5. April 2018 at 21:21

    Deinen neuen Capsule Wardrobe-Beitrag habe ich sehr gerne gelesen. Ich finde die Idee einfach super und würde mich freuen, hier in Zukunft (wieder) mehr selbstgenähte Klamotten von dir bewundern zu können.
    Meine Töchter sind 2 Jahre und 5 Monate alt. Ich komme gerade nicht viel zum Nähen, habe für die Kleine aber zum Glück alles von der ersten Tochter aufgehoben. Ich konzentriere mich daher momentan also fast ausschließlich auf Neuzugänge für Gr. 98/104.
    Ich mache es jetzt immer so, dass ich einfarbige Hosen, Röcke oder Strumpfhosen (die maximal zweifarbig geringelt) suche und dann eben bunte Oberteile oder Kleider. In dem Alter darf es ruhig verspielt und bunt zugehen, finde ich. Um Geld zu sparen (und einen Puffer im Kleiderschrank zu haben) kaufe ich oft im Sale die nächste Größe und dann eben zeitlose Stücke (einen dunkelblauen Mantel, Jeans…).
    Nimmst du Anstecker, Tücher etc. für deine Kinder? Stelle ich mir zumindest auch abwechslungsreich und individuell vor…
    Herzlicher Gruß
    Carmen

    • Reply
      Carolin
      6. April 2018 at 10:24

      Liebe Carmen, na, das ein oder andere Stück wird sich sicherlich hier auf den Blog „verirren“ ;-).

      So, wie Du das machst, habe ich das auch in dem Alter gemacht, gerade mit den Sale-Sachen für die nächsten Größen, das hat immer super geklappt! Und auch die Kombi unten schlicht/oben gemustert setzen wir so um, das macht es oft auch schon leichter!

      Nee, wir sind nicht so die Typen für viel Schnickeldi drumherum :-), gerade bei Kindern mag ich auch keine Accessoires, geb ich zu… Aber grundsätzlich ist die Idee natürlich genau wie bei Erwachsenen super, um für Abwechslung zu sorgen!

  • Reply
    Caroline
    5. April 2018 at 22:19

    Was für ein schöner Artikel… ich lese hier wirklich gerne.
    Das Klamottenthema bin ich schon angegangen, habe die Liste ausgedruckt und eine Bestandsaufnahme gemacht… und dann lähmt mich dieser Berg Klamotten den wir schon besitzen, der für die Jahreszeit neu sortiert werden muss und am liebsten würde ich alles wegschmeißen und neu beginnen (das ist aber natürlich auch blöd). Beim größten Kind fällt es mir leichter… sie braucht ja neue Kleidung, wir können auf nichts zurück greifen. Und beim kleinsten Kind (einziger Junge) werde ich nach deinem System weiter machen… wenn die vorhandenen neutralen Babysachen weichen. Also bitte weiter darüber berichten…

    PS: ich lese schon wirklich lange mit und habe einige Stoffe nur gekauft, weil du daraus so schöne Sachen genäht hast. Schön, dass du wieder mehr nähst.

    Liebe Grüße, Caro

    • Reply
      Carolin
      6. April 2018 at 10:26

      Liebe Caro, ich bin echt erstaunt, wieviele Leser ich noch habe, die noch von meinen „Nähbloggerzeiten“ hier sind – voll schön! Ja, ich werd sicher auch mal wieder hier was zeigen, denke ich. Auf die Kleiderschnitte, die ich im Post verlinkt habe, freue ich mich auch schon sehr!

      Am Anfang ist es auch am schwersten, das geht mir genauso. Ich würd auch einmal am liebsten alle Warenkörbe vollknallen, nicht auf die Rechnung kucken – und Thema erledigt :-D. Manchmal braucht es auch ein, zwei Saisons, bis man das System drin hat. Aber da hilft nur: dran bleiben und konsequent sein! Es lohnt sich wirklich, finde ich!

  • Reply
    Marie
    6. April 2018 at 9:26

    Liebe Carolin, vielen Dank für deine wunderbaren Post. Ich tue mich mit der Farbauswahl (2 Kinder, Junge und Mädchen) recht schwer. Könntest du dafür vielleicht ein paar Hinweise, Beispiele oder Tipps geben?
    Mein Sohn zB mag frohe Farben, wie gelb, grün und orange. Diese 3 Farben sind aber schon sehr sehr bunt… Dann schleicht sich noch was blaues rein. Ich möchte es gern besser umsetzen, als es mir bisher gelingt. Dazu kommt, dass ich viele Kleidungsstücke für meinen Sohn verliehen bekomme – würde ich vielleicht nicht so kaufen, ist aber auch nicht hässlich und war kostenlos. Also ziehe ich es ihm an. Bin also schon irgendwie selber schuld. Bei meiner Tochter ist das leichter. Nun gut, ich arbeite dran.
    Liebe Grüße, Marie

    • Reply
      Carolin
      6. April 2018 at 10:32

      Liebe Marie, ich würde vielleicht so vorgehen. Wenn Dein Sohn gern frohe, knallige Farben mag und die auch gut tragen kann, dann solltest Du dem ruhig nachgehen. Aber eben konzentriert. Die Komplementärfarbe zu gelb und orange ist blau, das neutralisiert. Vielleicht 2-3 knallige Shirts oder Pullis und blaue Nuancen als Basics dazu (Hosen, Sweatjacken etc.). Grau, schwarz und weiß sind Nicht-Farben, die kann man immer als Grundlage nehmen! Grün wiederum passt ebenfalls gut zu blau (Nachbarfarben).

      Ich kenn das mit den geliehenen Sachen durchaus, das ist nicht immer so einfach. Da muss man dann einfach entscheiden. Entweder Du nimmst nur das an, was in Dein Konzept passt und kaufst den Rest (zum Beispiel auch auf Basaren/Flohmärkten – je nach Alter Deines Sohnes geht das auch super und kostet nicht so viel; oder im Sale – ich bin der totale Schnäppchenjäger :-D) oder man muss dann einfach mal einen Kompromiss schließen – das ist manchmal wohl auch so, ich kenn das. Aber ich würde Dich auch da ermutigen, ruhig mal konsequent zu sein und nur das zu anzunehmen, was Du auch magst. Selbst, wenn man dann weniger hat, ist es manchmal einfacher, wenn die Sachen alle zusammen tragbar sind!

  • Reply
    Eine Capsule Wardrobe für Kinder - weniger Stress, mehr Durchblick
    6. April 2018 at 9:49

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  • Reply
    Christin
    18. April 2018 at 0:01

    Hallo Caro,

    danke für deinen tollen Beitrag.
    Ich gehöre auch zu den Mama´s die zu viel haben, da wir die letzten in der Verwandschaft sind. Heißt, wir bekommen Klamotten von allen Ecken. Irgendwie glaube ich das dein Konzept mir helfen würde und auf der anderen Seite weiß ich nicht genau wie.
    Wenn ich die Klamotten bekommen, schaue ich nach „Sieht gut aus – gefällt mir!“ und nach „Ausgewaschen, Loch drin, …“ oder auch „Hmm, könnte sein das es mir eher nicht gefällt, aber ich leg es mal in den Schrank“. Heißt, der Schrank quilt über da ich erstens die Klamotten nicht alle bei den Kids anprobiere im Voraus und zweitens Angst habe was zurückzulegen was ich ja vielleicht doch noch bräuchte. Dein Beirtag und deine Liste machen mir Mut, knallhart zu reduzieren und in Zukunft auch wirklich nur das in die Schränke zu räumen was zu meinen Kindern passt (farblich) oder auch wirklich sitzt und passt von der Kleidergröße her. Oder hast du bezüglich gebrauchten Kleidern, nicht shoppen gehen müssen vielleicht noch Tipps für eine verzweifelte Mama? 😉
    Was mich noch etwas irritiert ist das mit den Komplementärfarben. Heißt das das lila immer zu gelb passt und grün zu pink? Oder was meinst du genau damit? Ich ziehe meine Mädels gerne Ton in Ton an. Also wenn das Kleid Pink ist, rosa Leggins durnter aber keine grüne. Kannst du mir das vielleicht nochmal besser erklären was damit gemeint ist? Ich vermute, ich habe irgendeine Kleinigkeit nicht verstanden – Knoten im Kopf. 🙂 DANKE.

    Ich mag sehr deinen Blog, deine Instagram Posts und Stories (vielleicht mal Live gehen, dann würfelt es die Stories auch nicht durcheinander 😉 ), … ach einfach schön, dass ich dich gefunden habe und hier sein darf! Danke für deine Inspirationen, deine Einblicke in den Familienaltag, und vieles mehr.

    Viele Grüße aus Baden-Würrtemberg,
    Christin

    • Reply
      Carolin
      13. Mai 2018 at 18:06

      Liebe Christin, ganz lieben Dank, wie schön, dass Du hier bist! Also, komplementär bedeutet erstmal genau das: zu blau passt immer gelb bzw. orange. Das heißt natürlich nicht, dass man das zwangsweise anziehen muss (weil es einem nicht gefällt oder man die Farbe gar nicht tragen kann). Es kann aber zum kombinieren ein guter Ansatzpunkt sein. Ansonsten funktionieren Abstufungen natürlich immer gut, wie Du schon selbst geschrieben hast. Auch Farbfamilien sind ein guter Ansatzpunkt, also kalte oder warme Farben. Ich habe für meine mich und meine Kinder drei Hauptfarben festgelegt. Um die baue ich ringsherum.
      Was die gebrauchten Sachen angeht: es ist wichtig, strikt zu sein, denke ich. Wenn Du was bekommst, machst Du zwei Haufen: mag ich richtig gern (Passt, hat keine Löcher etc.) und auf den alles anderen kommt das, was nicht richtig gern ist. Also auch „ich weiß nicht richtig“. Nur der erste kommt in den Schrank. Die anderen Sachen packst Du alle in eine Kiste (wenn Du sie nicht wieder zurück geben musst) und stellst sie auf den Dachboden/Keller etc. Ich wette, Du brauchst die Sachen gar nicht. Falls Du aber doch mal ein nicht so tolles Shirt für die Kita als Wechselkleidung oder so ähnlich brauchst, kannst Du in die Kiste greifen. Aber so merkst Du vielleicht mit der Zeit, dass Du durchaus konsequent sein kannst, ohne, dass was fehlt.

  • Reply
    Christin
    13. Mai 2018 at 20:08

    Liebe Caro,

    Danke für die super liebe Antwort.
    Du hast mir nun wirklich weitergeholfen. Zum Thema Farben und auch zum Thema ausmisten. Ich werde es in Zukunft anders angehen und erhoffe mir dadurch weniger Klamotten im Schrank und immer gut gekleidete Kinder.
    DANKE dir von Herzen.

    Liebe Grüße,
    Christin

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