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Würziges Sauerteigbrot

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Erzählt mal: was macht Euch an alltäglichen Kleinigkeiten glücklich? Mir fällt da ziemlich viel ein. Der Geruch und das Gefühl von frischer Bettwäsche. Vogelgezwitscher noch vor der Morgendämmerung. Die Tatsache, dass ich aus meinem Bett die Sterne sehen kann. Was mir auch jedes Mal ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert, ist das Geräusch, welches die Kruste von frisch gebackenem Brot macht, wenn man es bricht.

Überhaupt ist frisches Brot etwas wunderbares, finde ich (und für Euch ist das seit dem Sauerteigbrötchen-Rezept auch keine Neuigkeit mehr, ich weiß). Neben der Kruste ist es der Duft, der etwas Heimeliges verströmt. Wenn man dann auf die erste, noch lauwarme Scheibe schön dick Quark mit hausgemachter Marmelade verteilt, ist man im Brot-Himmel. Ich zumindest.

Brot selbst zu backen ist für mich eine wunderbare Weise, einer schlichten, nahrhaften Mahlzeit und den Lebensmitteln dahinter mit der angemessenen Aufmerksamkeit zu begegnen. Getreide steht ja heute bei vielen nicht mehr besonders hoch im Kurs – manchmal berechtigt, oft aber auch ohne viele Hintergedanken. Aber wenn man sich sein Brot selbst bäckt, dann kann man sich so einfach für gute Zutaten entscheiden und mit der Zeit, die der Teig zum Gehen und Formen braucht, auch selbst zur Ruhe kommen.

Als mein Mann zuletzt also dieses würzige Sauerteigbrot buk und es da so malerisch im Kasten vor mir lag, konnte ich nicht umhin, es zu fotografieren.

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Das Rezept für würziges Sauerteigbrot

Zutaten

  • 1 kg Roggenvollkornmehl
  • 500 g Weizenvollkornmehl
  • 30 g Salz
  • 1 Päckchen Trockenbackhefe
  • ca. 700 ml lauwarmes Wasser (oder mehr – siehe Zubereitung)
  • 1 Päckchen Sauerteig (oder wenn Ihr ihn selbst ansetzt ca. 200g)
  • 1 TL Alnatura Brotgewürz (wenn Ihr lose würzen wollt: Anis, Fenchel, Kümmel, Koriander)

Zubereitung

  • Alle Zutaten werden miteinander verknetet. Die Wasserangabe ist nur ungefähr, da das Grundrezept noch gequollenen Leinsamen beinhaltete und dafür grundsätzlich mehr Wasser gebraucht wird. Wichtig ist, dass der Teig wirklich noch klebt, er darf sich nicht vom Schüsselrand lösen!
  • Lasst den Teig gehen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
  • Nun werden Laibe geformt. Das ist zugegebenermaßen eine etwas klebrige Angelegenheit. Ihr könnt den Teig natürlich auch in einer Brotform oder einem gusseisernen Topf backen (den wir leider nicht haben, aber der auf meiner Küchenwunschliste ganz weit oben steht). Feuchte Hände (mit lauwarmem Wasser benetzen) helfen, den Teig gut zu verarbeiten.
  • Dann die Laibe zugedeckt noch einmal eine halbe Stunde gehen lassen. Bevor sie in den Ofen geschoben werden, mit Mehl bestäuben.
  • Den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Brote 10 Minuten backen, dann den Ofen auf 150°C zurück stellen. Je nach Laib oder Form brauchen die Brote nun zwischen 30 und 60 min. Da wir – wie auf dem Foto – schmale Laibe gebacken haben, war die Backzeit natürlich etwas kürzer. Das müsst Ihr einfach ausprobieren.

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Ich wünsch Euch ganz viel Freude – beim Warten und Nachbacken ;-).  Guten Appetit!

Eure Carolin

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2 Kommentare

  • Reply
    Schurrmurr
    23. Februar 2018 at 17:22

    Sehr schöner Beitrag…backe mein Brot auch selbst und seit einiger Zeit im Bräter…bekommt darin eine gute Kruste.
    LG schurrmurr

    • Reply
      Carolin Schubert
      5. März 2018 at 12:12

      Ja, im Bräter ist eine gute Idee! Ich wünsche mir schon lange einen gusseisernen Topf mit Deckel für den Ofen, aber bisher war immer anderes wichtiger ;-).

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