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Winzige Saatkörner und echte Inspiration

seedandstory.de | Winzige Saatkörner und echte Inspiration

Nun ist er online, mein neuer Blog seed & story. Der verblüffender Weise meinem alten ziemlich ähnlich sieht, denkt Ihr jetzt vielleicht. Stimmt ja irgendwie auch. Deswegen möchte ich Euch heute gern ein wenig erzählen, was dieser Schritt überhaupt zu bedeuten hat. Warum etwas neu machen, was vorher doch auch funktioniert hat?

Vor  mittlerweile fünf Jahren habe ich mit dem Bloggen angefangen. Zu einer Zeit, die auch für mich persönlich und für unsere Ehe der Start in eine Reise war. Wir stellten unser Leben auf den Prüfstand mit dem Ergebnis, dass es nicht besonders gut abschnitt. Wir liebten unsere Kinder und hatten Wünsche und Träume, aber es schien: viel mehr war nicht übrig geblieben. Also fällten wir eine Entscheidung.

Ein Sprung ins Ungewisse

Ich kann mich an diese Situation noch ganz genau erinnern. Es war kein besonderer Tag, nichts, was man sich für die Tragweite einer solchen Entscheidung rein äußerlich vorstellen würde. Wir saßen auf unserer kaputten IKEA-Couch und machten einen Deal mit Gott: wie wünschten uns ein Leben voller Bedeutung und Tiefe, eins, was uns und andere verändern würde. Dafür würden wir – bildlich gesprochen – den Sprung über die Klippe wagen, uns auf alles einlassen, was da so kommen und uns verändern sollte. (Für diejenigen unter Euch, die nichts mit einer solchen Glaubensentscheidung anfangen können, erscheint das vielleicht etwas seltsam. Aber das ist in Ordnung, ich hoffe, Ihr könnt Euch trotzdem auf das, was ich sagen will, auf die Idee dahinter einlassen.)

Abwärts-Kurve

Ich sag‘ es ganz ehrlich: ich war der Überzeugung, dass nun lauter wichtige und wahnsinnig inspirierende Dinge passieren würden, die uns in unserem Wunsch und in unserer Entscheidung voran brachten. Aber Gott ist nicht der Weihnachtsmann und so folgten erst einmal jede Menge ganz anderer Erfahrungen. Unsere Ehe stand am Scheidepunkt (wortwörtlich), beruflich ging es immer weiter bergab statt wie erhofft in die andere Richtung; wir kämpften mit Existenzängsten und drohendem Wohnungsverlust, menschlichen Enttäuschungen und Einsamkeit. Es gab Tage, an denen saß ich weinend auf dem Sofa und wusste nicht mehr, wie ich die Kraft für alles aufbringen sollte. An anderen getrauten wir uns nicht mehr, den Briefkasten zu öffnen in der Angst, die nächste Katastrophe würde uns ins Haus stehen. Natürlich gab es auch viele, vor allem kleine, schöne Momente – die ich in dieser Zeit aber oft nur mit Anstrengung sehen konnte.

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Echte Inspiration

Wo lag nun also der Sinn des Ganzen?

Ich glaube, es ging von Anfang an um echte Inspiration. Das, was wir uns wünschten (und es auch immer noch tun) hatte nichts mit viel Geld oder wirtschaftlicher Sorglosigkeit zu tun. Klar, diese Dinge sind schön und machen das Leben definitiv leichter! Aber es macht niemanden von Grund auf lebendig. Denn das ist es, was Inspiration bedeutet. Das lateinische spirare meint atmen oder auch einhauchen, die Vorsilbe in zeigt die Richtung an (also in etwas hinein).

Echte Inspiration ist ein wechselseitiges, Leben schenkendes Spiel, welches von innen heraus verändert.

Sie kann schwer und bedeutend sein. Oder auch leicht wie ein Lufthauch. Aber sie erfüllt uns von innen heraus, verbreitet sich in unseren Zellen und regt uns an, uns zu bewegen. Inspiration kann man nicht konsumieren, sie verändert das Herz.

Ja, so pathetisch sich das alles anhören mag – ich glaube das ganz wirklich und sehe es an uns selbst. An dem, wer wir nach diesen Jahren der „Lebensschule“ sind, für was wir einstehen und welchen Weg wir eingeschlagen haben. Ich sehe es daran, dass diese wichtigen und wahnsinnig inspirierenden Dinge, auf die ich so dringend gewartet habe, tatsächlich vor uns liegen. Und damit das Leben voller Tiefe und Bedeutung, welches wir uns jeden Tag wünschen.

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Das letzte Jahr war anstrengend, das habe ich Euch in meinem Post vom Anfang des Jahres ja schon ein wenig erzählt. Wir durften unglaublich viel ausprobieren und haben mit jedem Schritt unsere Richtung festgelegt, haben Stunden um Stunden miteinander gesprochen, gestritten und gerungen, um das klar zu sehen, was vor uns liegt. Vielleicht kennt Ihr das ja aus Eurem Leben? In Phasen, die über eine lange Zeit stark von Veränderung geprägt sind, ist es gar nicht so einfach, irgendwann den Fokus und vor allem den „Ausstieg“ zu finden. Zu sagen: jetzt geht es wirklich los, wir haben alles, was wir brauchen, zur Hand und können uns auf den Weg machen.

Ich kenne das zu gut, wir beide. Und wir kämpfen momentan täglich um Zeit und vor allem Kraft, damit wir genau diesen Fokus behalten und unseren Weg auch sicher beschreiten können. Meinen Blog umzubenennen war dabei ein kleiner, aber wichtiger Schritt. Denn auch hier soll sich widerspiegeln, für was seed & story steht: die Saat für echte, lebendige, verändernde Inspiration zu legen. Räume zu schaffen, in denen wir weitergeben können, was in uns liegt und wofür unser Herz schlägt. Wo wir ganz wir selbst sein können und sich unsere Geschichte wie von selbst ausbreitet. Wir träumen von einer starken, tragfähigen Community, die die Macht hat, sich wahrhaftig gegenseitig zu inspirieren und so tatsächlich etwas zu verändern, im Kleinen (Saat) wie im Großen (Geschichte).

Ja, irgendwie klingt das alles noch abstrakt, aber glaubt mir: so konkret wie momentan haben wir noch nie über unser Leben und unsere Zukunft geredet. Mein Blog ist und bleibt ein Teil davon, voller Geschichten, Ermutigung, kreativer und leichter Luftschwünge, voller kleiner Saatkörner, die zu Großem wachsen können, wenn wir sie lassen.

Ich würde mich so sehr freuen, wenn Ihr dabei seid, Euch mit auf den Weg macht!

Eure Carolin

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24 Kommentare

  • Reply
    angelika Meisborn
    20. Februar 2018 at 17:02

    Liebe Carolin,
    ich lese Deine Geschichten über Dein/Euer Leben sehr gerne.
    Ein Einblick in ein ganz anderes Leben als meins. Eine andere Generation, bestimmt mehr durchdacht und reflektiert.
    Schön das ich daran teilhaben darf.
    Danke
    Liebe Grüsse
    Angelika

    • Reply
      Carolin Schubert
      20. Februar 2018 at 17:09

      Liebe Angelika, schön, dass Du hier bist!

  • Reply
    Nuxi
    20. Februar 2018 at 17:38

    Ich freu mich drauf!

    LG Nuxi

    • Reply
      Carolin Schubert
      20. Februar 2018 at 17:42

      Dankeschön!

  • Reply
    Milla
    20. Februar 2018 at 18:31

    Liebe Caro, ich bin sehr gespannt, was uns als Leser hier alles erwartet und wünsche dir auf jeden Fall ganz viel Erfolg!
    Liebe Grüße
    Milla

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:17

      Ganz lieben Dank, Milla!

  • Reply
    Esther
    20. Februar 2018 at 18:32

    Liebe Caro,
    mich haben deine Zeilen sehr berührt, erinnern sie mich doch an meine Geschichte mit Gott, die ganz ähnlich ist. 🙂 Wie oft hab ich mich an ein Zitat einer Freundin erinnert: „Be careful what you´re praying for, it might come true!“ 😉 Die letzten 6 Jahre waren aufregend und spannend, aber auch echt ätzend und mit sooo vielen „Warums“ und „WIesos?“ Gerade jetzt ist schon wieder Umbruchstimmung und die Fragerei geht von vorne los… 😉 Hach ja, dabei war ich doch nur aufgebrochen, anderen und mir ein segensreicheres Leben zu ermöglichen… . 🙂 Wenn du mehr lesen magst: http://www.segens-reich.de
    Ich freu mich den Weg mit dir bzw. euch zu gehen und bin sehr gespannt! 🙂
    Liebe Grüße, Esther

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:16

      Eine Sache habe ich auch gelernt: wir können trotzdem immer nein sagen. Gott zwingt uns ja nicht! Nur ist es nach meiner Erfahrung so: wenn man sich einmal auf den Weg gemacht hat, dann will man eigentlich selbst nicht mehr umkehren. Obwohl es so viele Wegsteine gibt, an denen man sich nicht selten stößt. Ich wünsch Dir vor allem Weisheit und ein offenes Herz, damit Du genau die Dinge hören kannst, die für Dich richtig sind!

      P.S.: Euer Wohnprojekt klingt ja unglaublich spannend!

  • Reply
    naadisnaa
    20. Februar 2018 at 18:34

    Und ich freue mich, euch auf eurem Weg zu begleiten, der mich so oft an unseren Weg erinnert. Ich mag die Art, wie du Worte findest, für das, was euch (und uns) bewegt und inspiriert. Danke, liebe Carolin, dass du uns mitnimmst! Mich spricht dein neuer „Name“ sehr an und ich finde diese Veränderung sehr stimmig, da sich dein Blog auch weiterentwickelt hat – manchmal muss man sich verändern, um sich treu zu bleiben.
    Liebe Grüsse
    Kathrin

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:11

      Kathrin, danke für Dein Feedback, das freut mich ungemein! Und schön, dass Du schon so lange hier bist <3

  • Reply
    Peggylotta13
    20. Februar 2018 at 18:52

    Liebe Caro,
    ich freue mich auf Deinen neuen Blog und das was folgt. Wir haben doch einige Gemeinsamkeiten wie Studium mit Kind(ern), der Bezug zur Hochsensibilität und der Glaube, denn ich habe vor langer Zeit auch ein Deal mit Gott bemacht. Das habe ich genauso immer bezeichnet und bin nicht enttäuscht worden, obwohl es am Anfang nicht danach aussah. Ich freue mich riesig 💕

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:11

      Das klingt sehr, sehr spannend! Ja, im Gegensatz zu uns weiß Gott, was so ein Deal wirklich bedeutet :-D. Schön, dass Du hier bist!

  • Reply
    Christin
    20. Februar 2018 at 19:10

    Liebe Caro,

    ich finde es klasse, dass ihr diesen Schritt wagt und das vor allem nicht alleine – Gott geht mit!
    Ich staune wie du immer wieder Wörter findest um zu beschreiben wie es dir/euch geht oder schon ergangen ist. In dem ein oder anderen finde ich mich wieder (als junge Mama mit einer etwas schwierigen Berufssituation meines Mannes waren allein in diesem Text wieder ein paar parallelen zu unseren jetzigen Situation). Und gerade deshalb freue ich mich auf das was da kommt und du geschrieben hast „Wir träumen von einer starken, tragfähigen Community, die die Macht hat, sich wahrhaftig gegenseitig zu inspirieren und so tatsächlich etwas zu verändern, im Kleinen (Saat) wie im Großen (Geschichte).“

    Ich bin gespannt! Seid gesegnet!
    Viele Grüße aus Ba-Wü,
    Christin

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:10

      Ganz herzlichen Dank, Christin! Ja, davon träumen wir wirklich mit großem Herzen und ich bin mir sicher, dass es viele gibt, die sich genau wie wir nach echter Inspiration und Ermutigung sehnen! Schön, dass Du hier dabei bist.

  • Reply
    Regine
    21. Februar 2018 at 10:05

    Liebe Carolin,
    das klingt super interessant und gut. Ich mag eure Idee. Dir und euch als Ehepaar und als Familie Gottes Segen dafür!
    Ich bin schon sehr gespannt, mehr über euer „Unternehmen“ zu erfahren.
    Alles Liebe, Regine
    PS: Dankedankedanke für deine Idee in der Joyce mit dem „MALTID“-Schriftzug. Darüber bin ich auf dich aufmerksam geworden. Nachdenken über MALTID war für mich ein „Seed“ – und wird nach unserem Umzug im neuen Esszimmer zur Familien“Story“: da werd ich einen Schriftzug anbringen/malen/…. 🙂

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:08

      Oh, wie wunderbar Regine, das freut mich total!! Ich wünsch Euch einen reibungslosen Umzug und viele schöne Stunden mit gemeinsamen Mahlzeiten :-).

  • Reply
    Ulla
    21. Februar 2018 at 10:53

    Ich wünsche euch nur das Beste für euren Weg und werde es sehr gerne weiterhin verfolgen. Mich beeindruckt euer Mut die Weichen neu zu stellen.
    Herzlichst Ulla

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:08

      Ganz lieben Dank, Ulla! <3

  • Reply
    Antje Heuer
    21. Februar 2018 at 10:53

    Liebe Caro,
    ich lese Deine Geschichten nun schon eine ganze Weile mit großem Interesse und viel Freude. Vor allem deswegen, weil sie ehrlich sind. Das ist sehr selten – die meisten in der Blogger- und Instagram-Community behalten ihre schwachen Momente eher für sich. Ich auch, meistens. Es kostet mich Überwindung, mein wahres Ich dort preiszugeben. Um diese Angst zu überwinden, habe ich angefangen zu bloggen und auch nach 11/2 Jahren bin ich die Hemmung noch nicht los. (Daher wird meine nächste persönliche Challenge die Insta-Story sein…). Ich bin sehr gespannt auf das, was Ihr Euch ausgedacht habt und freue mich, dass Du es mit uns teilst!
    Liebste Grüße, Antje

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:08

      Liebe Antje, ich freu mich echt, dass Du schon so lange hier bist! Letztlich entscheidet ja jeder immer für sich selbst, wie offen er sein möchte. Ich glaube, viele sind gar nicht unehrlich, sie sind nur einfach viel weniger direkt oder auch wesentlich verschlossener als ich. Für mich funktioniert das so, weil ich dieselben Dinge auch im direkten Gespräch sagen würde.
      Ich finde das toll, dass Du so mutig Deiner Angst entgegen gehst und Dich in neuen Wegen ausprobierst – das ist im Übrigen für mich absolute Ehrlichkeit, egal, ob man sie mit anderen teilt oder nicht!

      Liebe Grüße, Carolin

  • Reply
    Kiekmo
    21. Februar 2018 at 14:08

    Ich verstehe, zugegeben, überhaupt nicht, worum es konkret geht oder was du planst. Ich lese hier zwar schon lange mit, aber vielleicht habe ich die entscheidende Hinweise verpasst bzw. verstehe diesen letzten Text einfach nicht richtig.

    Aber ich bin jetzt mächtig gespannt, was die Namensänderung auf den Weg bringen wird.

    Alles Liebe!

    • Reply
      Carolin Schubert
      21. Februar 2018 at 16:05

      Ich danke Dir und freu mich, dass Du trotzdem dabei bist! Ich geb es ganz ehrlich zu, ich tu mich selbst immer schwer, wenn es „zu kryptisch“, zu unverständlich klingt. Ich will auch gar nicht geheimnisvoller tun als es überhaupt ist! Nur sind wir momentan noch so sehr in der Planungsphase, dass ich es nicht konkreter weitergeben kann. Aber ich hole das nach, versprochen!

  • Reply
    anja
    21. Februar 2018 at 20:59

    Liebe Carolin,
    ich lese hier schon seit einigen Monaten im Stillen mit – mir gefällt Deine Art zu schreiben sehr. Man merkt, daß Deine Geschichten ehrlich sind und mit viel Herzblut zu Papier gebracht werden.
    Ich wünsche Dir & euch als Familie alles Gute auf eurem Weg!
    Liebe Grüße, Anja
    P.S.: … vor allen Dingen gefallen mir die Bilder oben, auf denen man Dich (endlich) „richtig“ lachen sieht.

    • Reply
      Carolin Schubert
      5. März 2018 at 12:11

      Liebe Anja, vielen lieben Dank für Deine Worte und das Hier sein als Leserin!

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