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10 Jahre Mutterschaft – meine Gedanken dazu

Anfang des Monats feierte mein großes Kind seinen zehnten Geburtstag. Was bedeutet, dass ich mittlerweile seit einer Dekade in diesem Mutter-Business tätig bin. Zeit für eine Bestandsaufnahme, dachte ich mir. Und für die Frage, wie es wäre, heute ein Kind zu bekommen. Und was ich nach zehn Jahren Mutterschaft weiß.

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Kein Drama, Baby

Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, befand ich mich noch im Studium. Zwar schon relativ weit am Ende, aber die letzten Kurse, Arbeiten und vor allem mein Examen standen noch an. Ich war 24, mein Mann 22, er studierte ebenfalls. Es ist nicht schwer zu erraten, dass wir relativ allein auf weiter Flur mit unserem Familienmodell standen. Denn auch, wenn sich die Universität mit dem Prädikat kinderfreundlich versehen hatte, kann ich mich an keine anderen Eltern erinnern. Was unter Umständen daran gelegen haben könnte, dass die genauso zwischen allen Stühlen saßen und zusehen mussten, wie sie Seminare, Babybetreuung und das Leben eben unter einen Hut bekamen.

Da mein Sohn ja ein Frühchen war, musste ich drei Monate mit meiner Hiwi-Stelle an der Uni pausieren, aber ansonsten schrieb ich in dieser Zeit schon meine liegen gebliebenen Hausarbeiten. Da wir von meinem Hiwi-Gehalt, Kindergeld und einem Bildungskredit lebten, stellten sich viele Fragen der Anschaffung und des ganzen „Drumherums“ nicht. Wir hatten so oder so kein Geld dafür. Ich will nicht sagen, dass mir das nichts ausgemacht hat – hat es. Aber die Fragen, mit denen wir uns beschäftigten, war meistens ganz andere. Und so erstand ich einen Kinderwagen für 80 Euro auf einem Kinderbasar, Kleidung second hand und das Babybett liehen wir von meinen Eltern. Ein Tragetuch bzw. eine Manduca-Trage wünschten wir uns von Freunden zur Geburt, die dafür zusammen legten. Und Jonas Spielsachen passten in eine kleine, blaue Curver-Box.

Mein neuer Alltag bestand aus Baby, Uni und allem zwischendrin. Und das war eine ziemliche Herausforderung, die man aber mit Anfang bis Mitte zwanzig ohne viel zu überlegen angeht. Wenn ich arbeiten musste, nahm ich Jona mit ans kunstgeschichtliche Institut und manchmal auch mit in meine Seminare und Vorlesungen. Manchmal bat ich eine Freundin, mit meinem Baby spazieren zu gehen, wenn ich einen Termin hatte. Mein Mann und ich wechselten uns, so gut es ging, ab und ich legte meine Veranstaltungen möglichst so, dass es um seine Zeiten drumherum passte (er war zeitlich fest gebunden).

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Unser Netzwerk?

Ich erinnere mich an diese Zeit mit zwei unterschiedlichen Gefühlslagen. Da war die Überforderung, das Trauma, mit dem ich lebte, die schlaflosen Nächte und all das neue Drumherum, an das wir noch so gar nicht gewöhnt waren. Da war unsere junge Ehe, die mit dieser Aufgabe konfrontiert wurde, die vielen Fragen und schwierige, familiäre Beziehungen. Und die Herausforderung, Uni und Familienleben unter einen Hut zu bekommen.

Auf der anderen Seite hatten wir viele Menschen um uns, die uns unterstützten. Unsere Nachbarn, die sich oft wie Ersatz-Großeltern verhielten und zu denen wir eine sehr enge Bindung aufbauten. Studienfreunde, die zum Babysitten einsprangen, wenn es nicht anders ging. Die uns einen Wäschetrockner kauften und Geld sammelten, als es nicht reichte. Die mit uns Jonas ersten Geburtstag feierten und seiner Segnung beiwohnten.

Was wir nicht hatten, waren andere junge Familien um uns. Kein Wunder, mögt Ihr denken. Stimmt, irgendwie nicht verwunderlich. Aber im Laufe der Jahre wurde das ein Zustand, der uns begleitete: wir passten einfach nirgendwo dazu.

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Mütter-Metamorphose

Als ich nach Jonas Geburt einen Rückbildungskurs besuchte, pflegte ich eine lose Freundschaft mit zwei Frauen, die ebenfalls dort waren. Die eine war Anfang 40, die andere Ende 30. Beide hatten ebenfalls ihr erstes Kind bekommen. Wir verstanden uns ganz gut, trafen uns ab uns zu zum Kaffeetrinken und Mittagessen. Doch verlief sich dieser Kontakt nach einigen Monaten, als beide Frauen ihre Jobs wieder aufnahmen. Und auch dachte zeigte sich irgendwann der große Unterschied von Alter, Lebensmodell und Lebensfragen.

 Als Jona etwas mehr als ein halbes Jahr alt war, besuchte ich mit ihm eine Art Mama-Kind-Gruppe (ich weiß bis heute nicht, was die adäquate Bezeichnung für solche Kreise ist) – ich dachte, vielleicht hilft es uns, Kontakt zu anderen frisch gebackenen Müttern zu finden. Ich sehnte mich nach Ermutigung, Annahme und aufbauenden Worten anderer Mütter. Ich fand die Vorstellung schön, dass man mit anderen über Dinge sprechen konnte, die ja wahrscheinlich jede von uns beschäftigt. Wie sich herausstellte, waren das wesentlich weniger, als ich so annahm.

Während also die eine darüber dozierte, warum ein Thermomix die sinnvollste Anschaffung mit Baby ist, und die anderen über Babyschwimmen, Pekip-Gruppen und Frühförderung sprachen, saß ich da mit meinem Zwerg. Der am liebsten einfach vor seiner blauen Box saß, keine Anstalten machte zu krabbeln und Brei aus Gläschen aß. Ich erntete seltsame Blicke, Schweigen und Unverständnis. Im Laufe der folgende Monate lernte ich, dass Mutter zu sein nicht einfach ein Zustand war, den Frauen mit Gebären eines Kindes erreichten. Es war eine Rolle. Eine Wandlung. Eine Art Metamorphose, die ich absolut nicht verstand.

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Mutter sein 2018

Warum erzähl ich das also alles? Nach zehn Jahren als Mutter ist mein Eindruck, dass sich nicht wirklich viel geändert hat. Und dabei haben wir so großartige Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung! Die „welche Marke für Produkt xy“-Diskussion findet eben jetzt auf Instagram statt und in Blogs schreiben wir über so ziemlich jede Form der Erziehung und Elternschaft; was richtig und falsch, besser und noch falscher ist. Wir ziehen und zerren und nehmen uns im neuen Jahr vor, endlich mal mehr auf uns selbst zu achten. Weil wir als Mütter ja jeden Tag so unendlich viel leisten und an dieser Aufgabe irgendwann kaputt gehen.

Und ich sitze nach wie vor daneben und verstehe nichts. Im Gegenteil, mir scheint, 2018 Mutter zu werden ist noch viel komplizierter als es das schon vor zehn Jahren war. Und irgendwie passe ich nach wie vor nicht dazu.

Wieso machen wir uns als Mütter kaputt? Warum verlieren wir uns selbst? Und aus welchem Grund müssen wir „noch Frau bleiben wollen“, wo Mutter sein doch schon biologisch nur deswegen funktioniert? Wenn ich mich so umschaue, dann wimmelt es ja nur so von Frauen mit Kindern, die am Ende alle ohne Antworten dastehen. Wieso gibt es also nur Fragen und Fragen und noch mehr Fragen?

Ein Freund wollte letztes Jahr von mir wissen, warum ich eigentlich keinen Mama-/Eltern-Blog schreibe. Die Antwort ist genau die: ich verstehe diese Metamorphose nicht, auch nach zehn Jahren und noch zwei weiteren Kindern nicht. Ich verstehe nicht, wieso Frauen in ihre „Mutter-Rolle hinein wachsen wollen“. Und was dieses ominöse „ich bin ja schließlich auch noch Frau“ bedeutet, das versteh ich erst recht nicht. Wenn ich ehrlich sein soll, hat mich dieses Unverständnis die letzten zehn Jahre so stark begleitet, dass ich mich vor allem davon abgrenzen wollte. Weswegen ich also die Mutter-Themen so gering wie möglich hielt, auch hier auf meinem Blog und in meinem Online-Erscheinungsbild.

Mich hat es stark geprägt, dass Verständnis und Unvoreingenommenheit von all den Menschen um uns kamen, die selbst keine Kinder hatten. Weswegen ich so wenig wie möglich in diesem typischen Mutter-Business mitmischen wollte.

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10 Jahre Mutterschaft – Was trage ich dazu bei?

Dabei muss ich mir aber selbst einen Spiegel vorhalten. Denn: ich vermisse es immer noch. Den echten Austausch, die bedingungslose Annahme, die Bestärkung, das Ermutigen. Ich will gar nicht sagen, dass es die nicht gibt (tut es und das weiß ich auch). Aber sehr viel weniger als es die Fragen und die Zweifel und die „fünf besten Tipps für…“ gibt. Und ich habe selbst nichts dazu beigetragen. Im Leben außerhalb des Internets natürlich schon. Aber hier auf meinem Blog und vor allem mit meiner inneren Einstellung dazu war ich bei weitem nicht die Ermutigung oder die Anlaufstelle, die ich mir ja selbst auch immer noch wünsche – auch nach zehn Jahren Erfahrung.

Das möchte ich ändern. Ich möchte dazu beitragen, dass wir uns nicht fragen müssen, wie wir in unsere neue Rolle passen. Weil es nämlich keine ist. Sondern unser Leben. Dass sich immer und immer wieder verändern darf und bei dem man eben auch nach zehn Jahren noch ziemlich viel zu lernen hat. Auch im Mutter-Business.

Eure Carolin

Das passt dazu...

18 Kommentare

  • Reply
    Svenja
    16. Januar 2018 at 20:12

    Liebe Carolin,
    was für ein schöner Artikel! Ich lese sehr gerne hier bei dir auf dem blogbook. Es ist mir fast egal, was du schreibst, mir gefallen dein Schreibstil, deine wunderschönen Bilder, deine Themen und vielfach auch deine Einstellung zum Leben und zu der Welt! Ich selber bin noch nicht Mutter, habe letztes Jahr gerade mit 26 geheiratet (auch damit ist man ja ein bisschen ein Exot… obwohl ihr ja noch viel jünger ward…), hoffe aber, dass das mit den Kindern noch kommt! Von daher kann ich nicht wirklich sagen, was für eine Mutter ich mal sein werde, aber ich wünsche mir, wenn ich dieses Geschenk erleben darf, dass ich eine Mutter sein werde, die sich wie du, nicht zu sehr darüber definiert, was sie sich und ihren Kindern leisten kann, die Mutter-Sein und Frau-Sein nicht als Widerspruch sieht, die sich nicht permanent vergleicht und einfach lebt und ihre Kinder leben und Kind sein lässt! Danke für deine Inspirationen😊 Ich wünsche dir und deiner Familie von Herzen Gottes reichen Segen!
    Mit herzlichen Grüßen aus Paderborn
    Svenja

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. Januar 2018 at 14:57

      Liebe Svenja,

      vielen Dank fürs Lesen und hier sein! Und genießt Eure Zweisamkeit, das ist eine besondere Zeit, bevor man Familie wird!

  • Reply
    Nadine
    16. Januar 2018 at 21:08

    Ach Mist, Carolin, jetzt schreibst du unten das, was ich die ganze Zeit schon beim Lesen denke – du bist einfach Mutter. Es ist für dich keine Rolle, die du erlernen musst. Zumindest empfinde ich das von Außen so, auch nach unserem Austausch per E-Mail letztens.
    Ich finde dazu passt auch noch, dass man unbedingt ein Paar bleiben muss, und dann gewisse Programmpunkte am Besten abarbeiten und dann funktioniert es auch mit der Beziehung oder der Ehe. Tja, bei uns läuft es auch einfach so, wir haben echt wenig Zeit zu zweit, und haben ganz oft super schöne Gespräche und eine tolle Zeit. Da ist dann einfach das Kind mit dabei, und ganz ganz selten können wir mal alleine frühstücken gehen.

    Was ich so im ersten Jahr in Gesprächen mit anderen Müttern von mir gegeben habe, war tatsächlich oft auch von Unsicherheit und dem Wunsch es richtig zu machen geprägt, und der fehlenden Sicherheit, dass dies mein Weg ist und für andere einfach ein anderer Weg gilt. Wenn ich heute von schwangeren Freundinnen gefragt werde, dann sage ich immer, dass das genau der Punkt ist: Jeder hat andere Umstände, gerade jedes Kind ist unterschiedlich und finde deinen Weg. Hör dir von mehreren, verschiedene Sachen an und beobachte Freunde, und guck, was sich für dich gut an fühlt. Und dann guck, was dein Kind möchte und braucht.
    Liebe, liebe Grüße ans Meer!
    Nadine

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. Januar 2018 at 14:59

      Das hast Du so schön geschrieben, uns geht es genauso. Auch, wenn unsere Ehe die letzten Jahre durch eine harte Krise ging, hat das tatsächlich nichts mit den Kindern zu tun. Denn die gehören ja zu unserem Leben genauso dazu wie unsere Partnerschaft und wir als Einzelpersonen. Vielleicht ist das aber auch ein besonderes Geschenk, wenn man das so erleben kann und ich frage mich immer mehr, ob damit nicht die Verantwortung (auf mich/uns bezogen) verbunden ist, andere zu unterstützen, die damit hadern…

  • Reply
    julia I mintlametta
    17. Januar 2018 at 12:49

    so so schön. gedachtes. geschriebenes. danke für diesen wundervollen persönlichen einblick, den du in dein muttersein gewährst. 10 jahre. woop woop. gratulation und liebste grüße -julia

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. Januar 2018 at 15:00

      Verrückt, wie die Zeit verrennt. Oft kapier ich das selbst nicht, dass mein großes Kind nun schon zehn sein soll! Dank dir auf alle Fälle, für Deinen Kommentar und das hier sein!

  • Reply
    Elke Lubitz
    17. Januar 2018 at 14:04

    Danke für diesen Einblick in dein Leben.In der heutigen Zeit ist es schon ein Abenteuer ein Kind zu bekommen.So dogmatisch wie heute war Kindererziehung glaube ich noch nie.Das fängt schon in der Schwangerschaft an mit den tausend Vorschriften,Tabletteneinnahmen und Untersuchungen.Das geht dann immer weiter und man muss sich ständig rechtfertigen warum man Dinge anders macht.Irgendwie wird so eine Wissenschaft daraus gemacht ,obwohl viele Dinge viel einfacher wären,wenn man sich auf sein Bauchgefühl und Intuition verlässt.Ich habe 3 Kinder (32,30,27)Das erste habe ich mit 22 bekommen und um mich herum waren alle Mütter in dem Alter.Ich hatte viel Kontakt zu den anderen Müttern und man hat sich ausgetauscht ohne dogmatisch zu sein.Inzwischen haben meine Töchter selber schon Kinder und ich bin froh,dass sie so selbständig sind manches zu hinterfragen und nicht einfach allem hinterherzulaufen. Und für mich hat sich die Frage bin ich Frau oder Mutter nie gestellt.Ich habe mir immer Kinder gewünscht und es gibt nichts schöneres und intensiveres als Mutter zu sein.Na ja vielleicht doch–Oma zu sein.

    • Reply
      Carolin Schubert
      17. Januar 2018 at 15:01

      Liebe Elke, ganz lieben Dank für Deinen Einblick, ich find das spannend, es nochmal aus einer anderen Sicht (eine Generation weiter) zu hören! Dogmatisch trifft es wohl ganz gut und das ist das für mich eigentlich Absurde! Denn gleichzeitig wissen wir doch heute so viel wie nie zu vor! Liebe Grüße!

  • Reply
    Maren Abu Hani
    17. Januar 2018 at 22:28

    Aber genau das ist vielleicht das Problem. Wir wissen so viel wie nie zu vor und wir haben so viele Möglichkeiten wie nie zu vor. Und weil mich diese vielen Möglichkeiten habe, habe ich das Gefühl mich immer erklären zu müssen warum ich es so und nicht anders mache, besonders wenn der allgemeine Mainstream in eine andere Richtung weist als mein Bauchgefühl.
    Und besonders schwer machen es mir dann gerade die Frauen, die, aus der gleichen Unsicherheit heraus, ihre Wahl zum Dogma erheben.
    Schön das Du mit Deinem Blog einen anderen Weg gehen willst. Liebe Grüsse Maren

    • Reply
      Carolin Schubert
      18. Januar 2018 at 8:53

      Da ist definitiv was dran, Maren. Vielleicht ist es auch das, was man brauch in der Über-Fülle der Informationen, eine klare Abgrenzung, um für sich einen guten Rahmen zu stecken… Danke für diesen Gedanken!

  • Reply
    Melanie Köster
    19. Januar 2018 at 9:02

    Moin Carolin, es tut immer gut wenn es anderen genauso geht wie mir/uns. Ich habe jetzt auch schon ein Jahrzehnt als Mutter hinter mir ( die Große elf und die kleine bald neun ) und habe vieles ähnlich erlebt. Ich hatte zwar von Anfang an Kontakt zu anderen Müttern ( beim ersten war ich 28 ) aber ich war und bin schon immer anders gewesen. Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof und bin noch wie viele frühere Generationen als Älteste damit aufgewachsen das der Betrieb Priorität hat und der Spaß kommt wenn Zeit ist. So war es schon früh so daß ich selbständig war und das habe ich versucht meinen Mädels mitzugeben. Aber viele andere Mütter waren oft erschrocken wenn ich mein Kind rumklettern ließ einfach so ( ich hatte sie immer im Auge ) aber wenn ich cool blieb ist nie was passiert. Aber sobald jemand rief „Pass auf!“ schwupps lag das Kind schreiend am Boden… Aber ich bin mittlerweile der festen Überzeugung daß gerade in diesen hektischen Zeiten wir der Ruhepol für unsere Kinder sein müssen damit sie selbst gestärkt in ihre eigene Zukunft gehen können.

    • Reply
      Carolin Schubert
      19. Januar 2018 at 11:59

      Ja, das merken wir gerade auch wieder ganz stark – wie wichtig es ist, dieser Pol zu sein (und welche Herausforderung auch manchmal damit einhergeht!). Es ist sicher verschieden, was wir unseren Kindern mitgeben (auch je nach eigener Erfahrung und wie wir eben aufgewachsen sind). Aber ich wünsche mir sehr, dass wir Eltern uns genau mit diesen unterschiedlichen Erfahrungen gegenseitig bestärken können!

  • Reply
    Marie
    19. Januar 2018 at 12:14

    Liebe Carolin,
    ein wunderbarer Post! Und ich freu mich auf noch viel mehr von dir.
    Mein Großer wird im April 10 (ich war damals 23) und ich frage mich oft, wo die Zeit hin ist. Sie ist so schnell vergangen.
    Ich hatte das Glück, in relativen schönen „Krabbelgruppen“ gewesen zu sein. Jedoch „fehlten“ bei uns auch die Kinder im Freundeskreis.
    Viele Freunde bekommen jetzt ihre Babys, wo unsere schon aus dem Gröbsten raus sind. Und auch ich sehe von außen, dass es leider in so Gruppen immer oberflächlicher wird bzw. jedes Baby soll der Erste in allem sein…am besten ist man sofort wieder schlank und überhaupt ist dies und jenes „falsch“. Dabei sollte man doch einfach füreinander da sein, Ratschläge geben und einfach „Mama“ sein.
    Ich freu mich auf deine Erfahrungen ♥
    Liebe Grüße und ein schönes WE,
    Marie

    • Reply
      Carolin Schubert
      19. Januar 2018 at 18:53

      Ganz lieben Dank, Marie! <3

  • Reply
    Olga
    19. Januar 2018 at 20:21

    Hallo Carolin!
    Wow! Ich habe deinen Blog eben entdeckt und bin begeistert,von deiner Art zu schreiben,wie du manche Dinge angehst. Und ja, ich kann dich voll verstehen: mein Mann und ich haben vor 12 Jahren geheiratet und kurz danach ist unsere erste Tochter geboren. Wir waren sehr sehr jung und auch die Einzigen mit Kind. Zudem war ich aus meiner Heimatstadt in Ostwestfalenlippe ins Rhein-Main-Gebiet zu meinem Mann gezogen. Ich kannte niemanden. Unsere Familien wohnten weit weg von uns,wir waren auf uns allein gestellt! Das waren wirklich harte Zeiten,doch wir haben es geschafft, erst hat er seine Ausbildung beendet,danach als unsere Tochter zwei war, habe ich eine Ausbildung gemacht.
    Jetzt ist wieder alles auf Anfang aber doch anders: vorletztes Jahr haben wir Zwillinge bekommen! Es ist auch herausfordernd,aber anders! Wir haben einen anderen Lebensstandard, andere Erwartungen an uns und den Partner, aber wir schaffen das auch!
    Und der Austausch mit anderen Mamas hat mir auch sehr gefehlt,deswegen genieße ich es jetzt umso mehr,dass meine Schwägerin nur kurz nach unseren Twins einen Bub bekommen hat und meine Schwester im April ihr zweites Mädchen bekommt! Wir sehen uns zwar nicht oft,aber Whatsapp und Co. helfen beim Austausch. Und Instanzen ist gleichzeitig ein Segen und Fluch, offline wieder ich nie mit soooo vielen Twinmums in Verbindung stehen,aber der Druck,den ich mir mache,wenn ich alle „perfekten“ Kinderzimmer und Wohnzimmer sehe, alle Ausflüge und Bastelunternehmungen,ganz zu schweigen von den Back- und Kochkünsten mancher Bloggermums ! Uff! Das schaffe ich nie so!
    Wo will ich hin,was will ich für eine Mama sein! Meine Große,sagt mir sehr oft,du bist die Beste! Habe ich dann nicht schon mein Ziel erreicht? Ein selbstständiges,höfliches,und hilfsbereites Mädchen,das mich „beste Mama “ nennt?
    Sorry,soviel wollte ich gar nicht schreiben,mit fehlt der Austausch😂
    Ganz liebe Grüße, Olga

  • Reply
    Nika
    24. Januar 2018 at 10:25

    Liebe Carolin,

    Ich bin (noch) keine Mutter, aber dein Post und dein Blog und deine Erfahrungen machen mir bereits jetzt soviel Mut, dieses Abenteuer bald zu wagen und sich nicht davor abschrecken zu lassen, ob man in irgendjemandes Weltbild passt oder nicht. Ihr ward 24 und 22 beim ersten Kind; wir sind 32 und 31 und haben auch nach fast 7 Jahren sehr glücklicher Beziehung IMMER NOCH keine Eheringe und kein Kind. (vollkommenes Unverständnis seitens Familie, Freunden und Kollegen)

    Deine Worte:
    „Das möchte ich ändern. Ich möchte dazu beitragen, dass wir uns nicht fragen müssen, wie wir in unsere neue Rolle passen. Weil es nämlich keine ist. Sondern unser Leben. Dass sich immer und immer wieder verändern darf und bei dem man eben auch nach zehn Jahren noch ziemlich viel zu lernen hat. Auch im Mutter-Business.“
    haben mich sehr angerührt! Und ich kann nur sagen: DU trägst dazu bei! Und ich danke dir dafür. Von Herzen. Es macht grade ganz viel mit mir und gibt mir auf seltsame Weise Kraft, weiterhin das Unverständnis (und die Unwissenheit) anderer zu ertragen.

    Liebe Grüße
    Nika

    • Reply
      Carolin Schubert
      24. Januar 2018 at 15:31

      Liebe Nika, und ich sitze hier mit Gänsehaut und bin wirklich dankbar für Deine offenen und ehrlichen Worte! Danke fürs Teilen Deiner Gedanken und alles Liebe für Dich!

  • Reply
    Conny
    31. Januar 2018 at 21:53

    So ein schöner Text! liebste Grüße, Conny

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