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Fünf Fragen am Fünften #1

 

Fünf Fragen am Fünften? Nein, keine Sorge, Ihr habt Euch nicht im Datum geirrt. Und mit meinem Kalender ist auch alles in Ordnung. Aber als Nic von Luzia Pimpinella mit ihrer neuen Monatskolumnen-Idee um die Ecke kam, stand mein Plan schon und für den fünften war es auch zu knapp. Aber das macht ja nichts!

Um was geht es eigentlich? Über die Idee und warum es die Kolumne überhaupt gibt, könnt Ihr bei Nic lesen. Warum ich mitmache, erkläre ich Euch kurz. Ihr wisst (hoffentlich/vielleicht), dass ich gern persönlich schreibe. Dass ich Euch zwar nur Aspekte meiner selbst und meines Lebens zeige, diese aber unverstellt und vor allem echt lassen möchte. Darauf bekam ich gerade im letzten Jahr immer wieder Rückmeldung. Und so finde ich diese Kolumne eine witzige und irgendwie entspannte Art, mit der Ihr hoffentlich noch ein bisschen mehr über mich kennen lernen könnt.

Ach ja: in Zukunft wird diese Kolumne auch am fünften erscheinen – macht ja sonst keinen Sinn, ne? 😉

Dann antworte ich mal auf die ersten Fünf Fragen am Fünften im Januar!

seedandstory.de | Fünf Fragen am Fünften im Januar

1. Wann hast du das letzte Mal einen verrückten Traum gehabt?

Äh, immer! Mein Gehirn kann nicht anders. Ich träume Romane, Science-Ficion-Welten, Blogbuster. Und manchmal Sachen, die realer sind als mir lieb wäre. Aber ich kann nichts davon aufschreiben. Nicht, weil ich mich nicht erinnern könnte – das kann ich sehr oft. Mein Gehirn speichert durch die Hochsensibilität aber eh schon tausend Mal mehr ab als es verarbeiten kann. Über die Jahre habe ich mich daher in bewusstem Vergessen geübt. Man kann sich das so vorstellen, dass meine Träume wie ein permanentes, leises Hintergrundrauschen sind, dass ich ziemlich gut ignorieren kann.

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2. Bist du heute so, wie du es dir mit 16 vorgestellt hast?

Diese Frage finde ich gar nicht so leicht zu beantworten. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was ich mit 16 darüber dachte, wie ich mit knapp Mitte 30 sein könnte! Ich wollte Mann und Kinder – hab ich. Ich wollte sehr glücklich sein – bin ich. Ich wollte reisen und die Welt sehen – daran hapert es leider. Aber ich arbeite dran.

Ich glaube, ich hatte keine konkrete Vorstellung, wie alles aussehen, wo ich leben, was ich arbeiten wollte etc. Es ging immer mehr um Werte, vielleicht könnte man auch sagen, Umstände. Ich wollte einen Mann, der mich aufrichtig um meiner selbst willen liebt – und das möglichst früh. Das ist das konkreteste, an was ich mich erinnern kann. Ansonsten habe ich mir schon immer gewünscht, meinem Herzen folgen zu können. Innerlich so frei zu sein, dass ich mich nie eingesperrt fühle. Da ich daran die letzten Jahre hart gearbeitet habe, kann ich wohl sagen: ja, ich bin so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ohne irgendwas von dem gewusst zu haben, was ich jetzt übers Leben weiß oder dass ich mir selbst auf die Schulter klopfe, weil das eine Art verdiente Leistung ist. Es hat vielleicht mehr mit Mut zu tun, sich auf das wahre Leben einzulassen. Und dass ich das gemacht habe, dafür bin ich sehr dankbar.

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3. Gibt es etwas, das du am alt werden richtig gut findest?

Naja, mir 34 ist man jetzt noch nicht so alt, oder? :-p Tatsächlich mag, dass ich für mich selbst einstehen kann. Ich habe eine klare und meistens fundierte Meinung und mir ist vieles egal, was mir als Teenager peinlich war. Liegt das am Alter? Das weiß ich gar nicht genau, weil ich ja andere Altersgenossen (oder Ältere) sehe, denen es nicht so geht…

Ich finde mich tatsächlich wesentlich attraktiver. Okay, mein Körper hat drei Kinder geboren und die Schwerkraft ist nicht zu leugnen. Aber trotzdem mag ich mein „gereiftes“ Aussehen.

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4. Welcher Geruch verursacht bei dir Kindheitserinnerungen?

Frisch aufgezogene Bettwäsche, hausgemachte Hühner-Nudelsuppe, Räuchermännchen, Kolofonium (Harz, was man benutzt, um den Geigenbogen einzustreichen), Chlor in Verbindung mit Frittierfett, dieser ganz spezielle Geruch in der Luft, wenn sich der Sommer ankündigt. Ich könnte noch so viel mehr nennen! Ich habe eine sehr sensible Nase, insofern sind Gerüche ein starker Erinnerungsträger – übrigens auch im negativen Sinne. In den Schwangerschaften hatte ich so einen übersensiblen Geruchssinn, dass ich beispielsweise möglichst wenig mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren bin.

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5. Welche übernatürliche Superkraft hättest du gern?

Ich hätte gern die tiefe, innere Überzeugung, alles tun zu können, was ich im Herzen habe. Keine Selbstzweifel, keine Versagensängste, nichts Äußeres, was mich abhält.

Es gibt so vieles, für das mein Herz brennt und in was ich tatsächlich oder zumindest wahrscheinlich sogar begabt bin oder wäre. Nicht nur einmal habe ich mir gewünscht, diese Dinge nicht zu spüren, nur eine Sache zu wollen oder zu können. Weil mich die oben genannten Barrieren so unglaublich frustrieren, nicht selten lähmen und auch traurig machen. Aber wenn ich über diese Frage so nachdenke, dann wünsche ich mir viel lieber eben jene Superpower, die Angst, Zeit und Zweifel außer Kraft setzen. Was für eine schiere Energie muss dann eigentlich überbleiben?

So, das war es schon. Wenn Ihr was wissen wollt, dann fragt! Oder Ihr erzählt mir mal in den Kommentaren, was Eure Antworten auf diese Fragen sind!

Ich wünsch Euch einen wunderbaren Sonntag,

Eure Carolin

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2 Kommentare

  • Reply
    Nic {luzia pimpinella}
    16. Januar 2018 at 19:14

    Ich liebe deine Fotos (mal wieder), Carolin! So schön, dass du dabei bist. ♥

    Nein, mit 34 ist man noch nicht alt. Von daher frage ich dich in 10 Jahren nochmal.

    Und Chlor in Verbindung mit Frittierfett! PURER SOMMER. Herrlich,

    Deine Superkraft finde ich ganz außergewöhnlich und unglaublich klug. Was für eine großartige Gabe das wäre! Ich bin neidisch.

    Ich drück dich.
    Nic

    P.S. Ich hoffe, du bist im Februar wieder dabei. Die Fragen sind auch schon online…;)

    • Reply
      Carolin Schubert
      16. Januar 2018 at 20:08

      Liebe Nic, klar, der Post ist schon in Bearbeitung :-)! Jaaa, genau, Sommer und Freibad, oder? Eigentlich eine eklige Geruchskombi, aber trotzdem so erinnerungsschwanger (was für ein Wort :-p). Dicken Drücker zurück :-*

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