Des Nachts im Wald.

Nachts,

wenn sich alles in ein bläuliches Zwielicht hüllt und die Wipfel ihr Schlaflied rauschen;
wenn Sterne wie Diamanten an Baumkronen hängen und der Mond ihre silberne Korona bildet;
wenn Nebel sich wie eine weiche, weiße Decke auf den Boden legt und alles bedeckt, was zur Ruhe kommen will.

Nachts,

wenn die Ohren gespitzt sind und zu Lautsprechern einer geheimen Sinfonie werden;
wenn die Eule ruft, der Dachs raschelt und der Igel grunzt – im Einklang einer unbekannten Harmonie;
wenn die Stille Töne bekommt und zu einem Raum voller Klänge wird.

Nachts,

wenn die Augen ein neues Panorama zeigen;
wenn Freund und Feind farblos werden und ihre Konturen verwischen wie ein unscharfes Bild;
wenn dunkle Schatten zu geheimnisvollen Figuren werden.

Nachts,

wenn die Nase gereckt ist und ein rauschendes Fest der Sinne bereitet;
wenn Erregung und Wachsamkeit selbst die letzte Faser erfüllen;
wenn das Leben in seiner instinktiven Ursprünglichkeit pulsiert.

Nachts,

wenn ich wache.
wenn ich lebe.
wenn ich bin.


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Stoff: nightfox nach einem Design von Pamela Hiltl | enemenemeins sowie Ringelbündchen blau-weiß über lillestoff
Schnitt: Raglankleid von klimperklein, Leggings nach einem Ottobre-Schnitt
Schuhe: Camper
Mütze: Armed Angels

  1. Liebe Carolin,
    Posts wie dieser sind (u.a. natürlich 🙂 der Grund, warum ich Dein Blogbook solo gerne lese. Diesen finde ich besonders schön! Vielen Dank, dass Du uns teilhaben lässt :-).
    LG Grit

  2. Die Fotos, die Texte, einfach nur wunderschön!!
    Liebe Grüße, Fredi

  3. Hach… so schön… Kleid, Fotos, Text. Ich lese hier so gerne. Danke und liebe Grüße, Caro

  4. Ein wirklich wunderschöner Blogpost hast du uns da geschenkt. Ein Fest für meine Sinne!!!
    LG,
    Sepia

  5. Hallo. Auch ich reihe mich ein. Das gefällt mir sehr gut. Auch wenn ich momentan eher der Murmeltierschläfer bin…

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